270 Euro für eine Taxifahrt: Hunderte Tote-Hosen-Fans sitzen wegen „ÖPNV-Katastrophe“ am Bahnhof fest.

Veröffentlicht24. Juli 2022, 21:15 Uhr

270 Euro für eine Taxifahrt: Hunderte Tote-Hosen-Fans sitzen wegen „ÖPNV-Katastrophe“ am Bahnhof fest.

Am Samstag spielten die Toten Hosen vor 50.000 Zuschauern in Freiburg (D), darunter auch viele Schweizer Fans. Nach dem Konzert kam die unangenehme Überraschung: Es kam kein Zug zurück. Laut der Deutschen Bahn wurde der Ausfall im Vorfeld gemeldet.

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Die Toten Hosen gaben am Samstagabend ein Konzert in Freiburg im Breisgau (D).

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Hunderte Fans saßen nach dem Konzert in Deutschland fest. Denn es gab keine Züge mehr in die Schweiz.

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Angaben zu den Störungen gab es nicht, kritisieren Betroffene. Züge nach Basel wurden zunächst auf Informationstafeln beworben.

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Die Toten Hosen betraten am Samstagabend die Bühne auf dem Freiburger Messegelände: 50.000 Fans feierten die Punkband. Unters Publikum mischten sich auch viele Schweizer, die in Freiburg im Breisgau (D), nahe der Grenze, nicht die Hose verlieren wollten. Doch nach dem Konzert begann für sie eine erschreckende Odyssee: Alle Züge in die Schweiz wurden gestrichen.

„Wir waren zu Hunderten da und wollten alle in den Zug einsteigen, der ursprünglich mit Basel gekennzeichnet war“, sagte ein Konzertbesucher bei 20 Minuten. Die Verbindung war auch auf den Informationstafeln und Digitalanzeigen gut sichtbar. Doch der mit Hosenfans „gestopfte“ Zug verließ den Bahnhof nicht. „Plötzlich wurde nichts mehr geschrieben“, sagt der Interessent.

Daraufhin stürmte der Schweizer den Taxistand. Einem Nachrichtenscout gelang es, eines der begehrten Taxis zu ergattern. Für stattliche 270 Euro gelang ihm, was vielen an diesem Samstagabend verwehrt blieb: Freiburg zu verlassen.

“Familien mit Kindern mussten am Bahnhof übernachten”

Es gab keine Auskunft, keinen Mitarbeiter, der Auskunft geben konnte, nichts. Es war eine ÖPNV-Katastrophe“, resümiert der Hosen-Anhänger. Sie haben selbst eine Reise gefunden. «Ich war erst um drei in Basel, aber ich hatte Glück.» Allen anderen blieb nichts anderes übrig, als dort zu übernachten: „Viele Familien mit Kindern mussten am Bahnhof übernachten.“

Ein Sprecher der Deutschen Bahn (DB) widerspricht den Vorwürfen. Richtig ist, dass der Regio-Express am Samstag ab 22.30 Uhr ausfiel, Grund dafür waren Bauarbeiten. Allerdings habe die DB „im Laufe der Zeit“ über die Panne und die Ersatzbusse „in den elektronischen Medien“ berichtet. Auch am Freiburger Bahnhof seien entsprechende Durchsagen erfolgt, sagte der Sprecher gegenüber 20 Minuten.

„Ein Witz“, klagt ein Betroffener. Die Busse brauchten auf der Strecke Freiburg – Basel mehr als drei Stunden, mehr als drei Stunden.

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