Trotz Aufklärungskampagnen über die Übertragungswege und der Tatsache, dass HIV-Positive dank hochentwickelter Medikamente inzwischen ein nahezu normales Leben führen können, leiden sie immer noch unter Ausgrenzung und Stigmatisierung im Alltag und Beruf. Daher verbergen HIV-positive Menschen ihren Status oft. Für viele Menschen bedeutet die Infektion einen tiefen Einschnitt ins Leben, oft verbunden mit Scham und Angst. Insbesondere die Angst vor dem Coming-out, einer unbefugten Offenlegung der Infektion durch eine andere Person, spielt eine wichtige Rolle. Das familiäre Umfeld kann ebenso wie Arbeitskollegen eine wichtige Stütze sein. Wichtig dafür sind jedoch umfassende Information, kontinuierliche Weiterbildung und eine klare Haltung zu einem wertschätzenden und respektvollen Umgang miteinander.
Die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat stellte die Aufforderung zur Unterzeichnung der Erklärung „#positiv arbeiten: gegen die Diskriminierung von Menschen mit HIV am Arbeitsplatz“. Am vergangenen 11. Mai stimmten die Mitglieder des Beirats für Chancengleichheit einstimmig für seine Unterzeichnung. Das Klinikum Stuttgart hat die Erklärung im vergangenen Jahr unterzeichnet.
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