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Erstellung: 24.09.2022, 19:00 Uhr
Von: Laura Knops
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Auch jüngere Menschen können einen Schlaganfall erleiden. Eine bestimmte Blutgruppe kann das Risiko erhöhen.
Werden Teile des Gehirns nicht mehr ausreichend mit Blut und damit Sauerstoff versorgt, kann es zu einem Schlaganfall kommen. Während eines Schlaganfalls verlieren mehrere Bereiche des Gehirns ihre Funktion ganz oder teilweise. Bei einem leichten Schlaganfall sind die Folgen nur vorübergehend. Im schlimmsten Fall kann es jedoch zu langanhaltenden Lähmungserscheinungen vom Kopf bis zu den Beinen sowie zu Einschränkungen zentraler Vitalfunktionen kommen. Obwohl Durchblutungsstörungen des Gehirns erst im Alter auftreten, können auch junge Menschen einen Schlaganfall erleiden. Studien zufolge hat die Zahl der Schlaganfallpatienten, die in jungen Jahren betroffen sind, in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Rauchen und Übergewicht, aber auch Erkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes können das Risiko erhöhen.
Schlaganfallrisiko bei Jugendlichen: Eine Blutgruppe ist besonders gefährdet
Laut Robert-Koch-Institut (RKI) erleiden in Deutschland jährlich rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Doch anders als viele glauben, ist ein Schlaganfall keineswegs nur eine Alterskrankheit. Etwa 20 % der Schlaganfälle ereignen sich hierzulande vor dem 60. Lebensjahr. Die Ursachen sind meist vielfältig. Neben Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, erhöhtem Alkoholkonsum, psychischen Belastungen und Rauchen scheint auch die Blutgruppe eine entscheidende Rolle zu spielen. Daher erleiden Menschen mit einer bestimmten Blutgruppe häufiger einen Schlaganfall, wie Forscher der University of Maryland (USA) herausgefunden haben.
Nicht nur ältere Menschen sind von einem Schlaganfall betroffen (Symbolbild). © Wissenschaftliches Bildarchiv / Imago
„Die Zahl der Menschen mit frühem Schlaganfall nimmt zu“, sagte Steven Kittner, Co-Autor einer Studie zum frühen Schlaganfall. “Diese Menschen haben ein höheres Risiko, an einem lebensbedrohlichen Ereignis zu sterben, und diejenigen, die überleben, müssen möglicherweise jahrzehntelang mit einer Behinderung leben. Die Ursachen für frühe Schlaganfälle sind jedoch noch wenig bekannt.”
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Schlaganfallrisiko bei jungen Menschen: häufige Erkrankungen
In der aktuellen Studie haben Wissenschaftler der Maryland School of Medicine rund 48 Forschungsarbeiten zum Thema untersucht. Sie analysierten die möglichen Zusammenhänge zwischen verschiedenen genetischen Merkmalen und dem Auftreten eines Schlaganfalls im Alter zwischen 18 und 59 Jahren. Insgesamt wertete das Team um Studienautor Steven Kittner Daten von 16.700 Schlaganfallpatienten und rund 616.000 gesunden Probanden aus. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Neurology veröffentlicht.
Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Probanden, die in jüngeren Jahren einen Schlaganfall erlitten hatten, häufiger Blutgruppe A hatten. Menschen mit Blutgruppe 0 erkrankten deutlich seltener. Der Unterschied zwischen den Blutgruppen war so groß, dass die Forscher davon ausgingen, dass Patienten mit Blutgruppe A ein um etwa 16 Prozent höheres Schlaganfallrisiko haben. Menschen mit Blutgruppe 0 hatten ein geringeres Risiko, an der Krankheit zu erkranken. Allerdings beobachteten die Wissenschaftler diesen Effekt nur bei jüngeren Menschen; bei älteren Schlaganfallpatienten konnte der Zusammenhang nicht hergestellt werden.
Schlaganfallrisiko bei jungen Menschen: Mehrere Faktoren spielen eine Rolle
Warum Menschen mit der Blutgruppe O ein geringeres Schlaganfallrisiko haben, ist allerdings noch unklar. Dies kann jedoch etwas mit sogenannten Blutgerinnungsfaktoren zu tun haben, wie Blutplättchen und Zellen, die Blutgefäße auskleiden, und anderen zirkulierenden Proteinen, wie Studienautor Steven Kittner in einer Pressemitteilung erklärt. Diese Zusammenhänge konnten Forscher bereits in früheren Studien identifizieren. Weitere Forschungen sollten nun die zugrunde liegenden Mechanismen aufdecken.
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen zum relevanten Gesundheitsthema und ist daher nicht zur Selbstdiagnose, Behandlung oder Medikation gedacht. Es ersetzt keinesfalls einen Arztbesuch. Individuelle Fragen zu klinischen Bildern kann unsere Redaktion leider nicht beantworten.