Der Streik der Piloten hat begonnen Viele Eurowings-Flüge werden gestrichen

Stand: 06.10.2022 09:06 Uhr

Bei Eurowings hat gestern Abend der Pilotenstreik begonnen. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat zu einem eintägigen Streik aufgerufen. Die Lufthansa-Tochter rechnet damit, dass rund die Hälfte aller Flüge gestrichen werden.

Die Piloten von Eurowings sind in der vergangenen Nacht für einen Tag in den Streik getreten. Der Arbeitskampf habe wie geplant begonnen, sagte ein Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC).

Eurowings geht davon aus, dass gut die Hälfte der Flüge gestrichen werden. Im Durchschnitt führt Eurowings täglich rund 500 Flüge durch und befördert zwischen 50.000 und 70.000 Passagiere zu Zielen in Deutschland und Europa.

Piloten wollen die maximalen Flugdienstzeiten reduzieren

VC ruft nach Scheitern der Tarifverhandlungen die Piloten der Lufthansa-Tochter zum Streik auf. Die Gewerkschaft steht im Konflikt, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Eine zentrale Forderung ist die Entlastung der Mitarbeiter, beispielsweise durch Reduzierung der maximalen Flugdienstzeiten.

Eurowings kritisiert den Streik als unverhältnismäßig und unverantwortlich. Passagiere wurden gebeten, den Status ihres Fluges auf der Website www.eurowings.com oder über die Eurowings App zu prüfen.

Besonders betroffen waren deutsche Flughäfen

Eurowings rechnet damit, dass aufgrund des Arbeitskampfes vom Donnerstag knapp die Hälfte – 48,7 Prozent – der Flüge durchführbar sein werden. Zum Einsatz kommen vor allem Flugzeuge der österreichischen Tochtergesellschaft Eurowings Europe, die nicht streikt, aber auch solche von Partnerairlines, die normalerweise auch einige Eurowings-Flüge durchführen.

Die Situation sei je nach Flughafen sehr unterschiedlich, sagte ein Unternehmenssprecher. Flughäfen wie Mallorca, Stockholm oder Prag, die von Eurowings Europe häufig angeflogen werden, sind weniger von Flugausfällen betroffen. Deutsche Flughäfen sind dagegen überdurchschnittlich betroffen.

In Düsseldorf, dem größten Eurowings-Standort, gab es am Vormittag neun gestrichene Flüge, darunter nach Zürich, Athen, London und München. Die Lage sei sehr ruhig, sagte eine Sprecherin in Düsseldorf. Am Flughafen Köln/Bonn sind acht gestrichene Flüge zu verzeichnen, unter anderem nach Berlin, Wien, Palma de Mallorca und Hamburg.

Dort dürften nach bisherigen Angaben des Düsseldorfer Flughafens allein am Donnerstag 118 Flüge gestrichen werden. 60 weitere sollen entstehen. In Köln/Bonn wurden 61 der 90 Linienflüge gestrichen.

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