Es gibt nicht genügend Bahnen für den Schwimmunterricht

CHRONIK

In den städtischen Hallenbädern ist noch immer zu wenig Platz für den Schwimmunterricht. Während Schulen und private Vereine Bahnen mieten können, bleiben private Schwimmtrainer trocken. Mit fünf neuen Hallenbädern bis 2030 soll sich die Situation verbessern, heißt es in der Antwort der Stadt.

23.10.2022 15.06.2022

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Schwimmlehrer beklagen Platzmangel in Wiens Hallenbädern. Vormittags sind die Becken für Schulklassen reserviert. 6.600 volle Bahnstunden pro Woche gibt es in den 12 städtischen Bädern, von denen die meisten Schulen und Schwimmvereine sind. Laut den Wiener Bädern gibt es derzeit so gut wie keine Möglichkeiten, Bahnen für privates Schwimmtraining anzumieten.

Platzprobleme in Hallenbädern

Für Schwimmkurse ist in den Wiener Schwimmbädern noch immer zu wenig Platz. Private Schulen und Vereine haben Bahnen, aber private Schwimmlehrer bleiben trocken und verzweifelt. Die Stadt kennt das Problem. Bis die Hallenbäder ausgebaut werden, wird es noch eine Weile dauern.

Hubert Teubenbacher, der Leiter der Wiener Bäder, ist sich des Problems bewusst. „Tatsächlich kann man Fahrten für 34 Euro ohne Eintritt oder für pauschal 50 Euro außerhalb des Unternehmens ausleihen. Aber im Moment gibt es einfach keine freien Bahnen und das ist das Handicap und natürlich geben wir die Bahnen an diejenigen, die die Bahnen schon hatten, und es ist wahr, dass dies nur teilweise gut ist.

Hohe Nachfrage, zu wenig Fahrspuren

Schwimmlehrerin Gesine Görlich-Fletzberger bietet hauptsächlich Einzelunterricht für erwachsene Frauen an. Die Nachfrage ist groß im Gegensatz zu den Möglichkeiten kommunaler Hallenbäder. “Es ist ein Monopol. Einen Zug dorthin zu bekommen, ist so gut wie unmöglich. Eine unendliche Geschichte. Jetzt habe ich ein Fitnessstudio gefunden, das mir morgens zweimal für eine begrenzte Zeit Bahnen zur Verfügung stellt.”

Der Schwimmlehrer überlegte, nach Niederösterreich zu wechseln. Von sieben Schwimmstunden pro Woche kann er nicht leben. Die Sportlerin richtet sich an Frauen, die schwimmen lernen wollen und sich im Wasser „einfach nicht wohlfühlen“. Abfragen hat es genug, aber ohne Bahnen kein Schwimmtraining. „Ich habe gehört, dass die Stadt die Bäder ausbauen will. Aber wann ist das? Jetzt ist Bedarf: Jetzt wollen Frauen schwimmen lernen“, sagte Görlich-Fletzberger.

Bis 2030 baut die Stadtverwaltung fünf neue Hallenbäder

Teubenbacher versicherte, man verstehe die Probleme privater Schwimmtrainer. Fünf neue Bäder werden 2030 in Wien gebaut: „Als erstes wird 2024 das Großfeldsiedling fertig gestellt. Ein Jahr später das Simmeringbad und dann voraussichtlich 2026/2027 das Höpflerbad und schon haben wir Land im Blick in der Seestadt“, sagt Teubenbacher. Auch das Laaerbergbad ist in Planung.

Die MA 44 geht jedoch davon aus, dass vermietbare Wasserflächen ab 2025 zur Verfügung stehen (Abschluss der Dachsanierung und Bau zweier weiterer Hallenbäder). Aber auch bei den neuen Becken gibt es keine Garantie, an wen die Bahnen vermietet werden, sagt Teutenbacher. Auch die Schulen würden auf freie Stellen warten. Privattrainer müssen weiterhin darauf hoffen, dass trockene Pisten nicht das Ende der Sache sind.

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