Massenpanik in Südkorea: Mindestens 151 Tote bei Halloween-Feiern

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Absturz des Halloween-Festivals: Massenpanik führt zu medizinischen Notfällen.

Der Ansturm brach aus, nachdem sich Tausende von Menschen in den engen Gassen zu Halloween-Feiern in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul versammelt hatten. Die Zahl der Todesopfer der Halloween-Tragödie in der Metropole Seoul ist auf 151 gestiegen. Unter den Toten seien 19 Ausländer, wurde am Sonntagmorgen (Ortszeit) bekannt gegeben.

82 Menschen wurden bei dem schweren Unfall in einem beliebten Ausgehviertel der südkoreanischen Hauptstadt verletzt. Die Zahl könnte noch steigen, da viele Menschen schwer verletzt wurden. Zuvor wurden 150 verletzt.

Augenzeugenberichten zufolge waren die Straßen rund um die Absturzstelle so überfüllt, dass Retter Schwierigkeiten hatten, sich durch die Menge zu schlagen. Ein Feuerwehrsprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass mehr als 140 Krankenwagen zum Einsatzort geschickt worden seien. Die genaue Ursache der Tragödie ist noch unklar. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagabend (Ortszeit) im Bezirk Itaewon.

“Übereinander stehen wie in einem Grab”

Nach neuesten Informationen der Feuerwehr könnte die Zahl der Todesopfer noch weiter steigen. Der Sprecher sagte, 74 Leichen seien in Krankenhäuser und 46 in ein benachbartes Fitnessstudio gebracht worden.

Fotos und Videos zeigten am Boden liegende Menschen, die von Rettern behandelt wurden. Nach Angaben der Feuerwehr waren mehr als 140 Rettungswagen vor Ort. Die Polizei sperrte den Unfallort im beliebten Ausgehviertel ab.

Die Nachrichtenagentur Yonhap zitierte einen Augenzeugen, der anonym bleiben wollte. „Menschen wurden wie in einem Grab aufeinandergestapelt“, beschrieb der Zeuge die Szenen. „Einige verloren allmählich das Bewusstsein, während andere zu diesem Zeitpunkt tot zu sein schienen.“

Nach Angaben des Präsidialamts schickte der südkoreanische Präsident Yoon Suk-yeol (61) ein medizinisches Katastrophenschutzteam an den Ort des Geschehens. 400 Retter aus dem ganzen Land sind im Einsatz, um die Verletzten zu versorgen. Der Präsident wies die Behörden auch an, Notbetten in nahe gelegenen Krankenhäusern bereitzustellen und schnelle Rettungs- und Behandlungsmaßnahmen durchzuführen.

Laut Yonhap soll Seouls Bürgermeister Oh Se-hoon (61), der derzeit Europa besucht, alle geplanten Termine abgesagt und seine sofortige Rückkehr angekündigt haben.

Mehr als 100.000 Menschen bei der Halloween-Party

Das jährliche Halloween-Festival ist eine der wichtigsten öffentlichen Feierlichkeiten in Seoul. In diesem Jahr fand die Veranstaltung statt, nachdem die Corona-Maßnahmen weitgehend gelockert wurden. Medienberichten zufolge marschierten mehr als 100.000 Menschen im Stadtteil Itaewon, die meisten in Halloween-Kostümen.

Bundespräsident Ignazio Cassis (61) hat sich zu der Tragödie in Südkorea geäußert. Er twitterte den Familien der Opfer und allen Betroffenen der Tragödie sein Beileid. „Meine Gedanken sind bei den Menschen in Südkorea“, schrieb Cassis.

Auch der französische Präsident Emmanuel Macron drückte auf Twitter sein Beileid aus. Frankreich stehe dem koreanischen Volk bei, schrieb Macron. (AFP/SDA/bab)

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