NEOS für ruhigen Verkehrsring

POLITIK

Die Wiener NEOS versammeln sich zu ihrer Mitgliederversammlung. Es geht um eine Bestandsaufnahme der bisherigen Beteiligung der Regierung. Aber auch über die Ideen zum Stadtentwicklungsplan Wien 2035. NEOS wünscht sich unter anderem eine ruhige Umgehungsstraße.

19.11.2022 06.00

Ab heute, 6.00 Uhr online

Die NEOS sind seit zwei Jahren in der Regierung der Stadt Wien. Nach eigenen Angaben sind 78 Prozent der 800 Projekte des Koalitionsvertrags bereits abgeschlossen oder befinden sich in der Umsetzung. Nun wollen sie Ideen für den kommenden Wiener Stadtentwicklungsplan 2035 einbringen.

Gegen Autos für Fahrräder

NEOS wollen zahlreiche sogenannte „Supergrätzl“ schaffen, in denen der Straßenraum von Autos befreit und Platz für Vegetation, Radfahrer und Fußgänger geschaffen wird. Die Lebensqualität in der Grätzel wird nach Meinung von NEOS massiv gesteigert, außerdem soll es deutlich mehr verkehrsberuhigte Zonen geben. Der Ring hat einen bestimmten Namen. Die erwartete Verkehrsberuhigung in der Innenstadt wird fortgesetzt.

Ein „Viertelstunden-Wien“ soll das Gegenteil eines „Autofokus-Stadtmodells“ sein. Somit kann der gesamte Bedarf des täglichen Bedarfs innerhalb einer Viertelstunde zu Fuß oder mit dem Fahrrad gedeckt werden.

Hochhäuser gegen Flächenversiegelung

Der Wohnraum sollte mit möglichst geringer Oberflächenversiegelung erstellt werden. Das bedeutet, durch NEOS nach oben zu gehen. Um Hochhäusern mehr Akzeptanz zu verschaffen, sollten Bauherren verpflichtet werden, Dachterrassen für gewerbliche Angebote oder konsumfreie Zonen zu erschließen. Unter dem Motto „Grün und Blau statt Grau“ müssen auch Flächen wieder entzont werden. Grünflächen und Oberflächengewässer sollen im Grätzel für Lebensqualität und Abkühlung sorgen.

Auch Parteichef und Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr zieht Bilanz über seine zwei Jahre in der Stadtregierung. Das Bildungsbudget ist nach eigenen Angaben um 15 % gestiegen. Jede Pflichtschule in Wien hat jetzt eine Verwaltungsfachkraft und ein Drittel mehr Schulsozialarbeiter. Darüber hinaus wurde das Projekt „School Nurses“ ins Leben gerufen, um die Gesundheitsversorgung in Schulen zu verbessern.

Auch die NEOS setzen auf mehr Transparenz in der Stadt. Es gibt jetzt eine Beschwerdeplattform. Ein Transparenzbericht zu den Werbeausgaben der Stadt und ein Compliance-Beauftragter im Wiener Parlament. Und wenn es um wirtschaftliche Fragen geht, gelten NEOS als die treibende Kraft hinter der Stadtverwaltung. Die Sonntagsöffnung der Wiener Märkte ist da und Bagatellabgaben wie die Luftsteuer sind abgeschafft.

Florian Katzinger, wien.ORF.at

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