Energiemarkt: Moskau erwägt drei Antworten auf Ölpreisobergrenzen

Russlands Führung diskutiert Medienberichten zufolge drei mögliche Reaktionen auf die vom Westen eingeführte russische Ölpreisobergrenze. Eine Option sei ein vollständiges Verbot für russische Ölfirmen, den Rohstoff an Länder zu verkaufen, die die Preisobergrenze unterstützen, berichtete die Wirtschaftszeitung Vedomosti in ihrer Mittwochsausgabe.

Konkret sind dies die Staaten der EU und der G7-Gruppe der wichtigsten westlichen Industrienationen. In diesem Fall würden auch indirekte Käufe über Drittländer blockiert.

Die zweite Variante ist das Verbot von Verträgen, bei denen die Preisobergrenze festgelegt ist. In diesem Fall sei es unerheblich, aus welchem ​​Land der Käufer komme, sagte er.

Diskontgrenze ebenfalls im Gespräch

Als dritte mögliche Gegenmaßnahme wird eine Rabattobergrenze diskutiert. Dies bedeutet, dass Verkäufer des russischen Ural-Rohöls nicht mehr als einen prozentualen Rabatt im Vergleich zum noch festzulegenden Weltmarktpreis des Nordsee-Rohöls Brent anbieten könnten. Traditionell wird Ural auf den Märkten mit einem Abschlag gegenüber Brent gehandelt.

Die EU und die G7 haben für russisches Öl zunächst einen Höchstpreis von 60 Dollar (57 Euro) pro Barrel (159 Liter Barrel) festgelegt. Dieser liegt unter dem aktuellen Marktpreis. Die russische Führung hat kürzlich deutlich gemacht, dass sie sich dieser Preisobergrenze keinesfalls unterwerfen wird.

Energieminister Alexander Nowak prognostizierte aufgrund westlicher Restriktionen einen deutlichen Anstieg des Ölpreises auf den Weltmärkten. Über die Folgen der Entscheidung sind sich Experten noch uneins. (dpa)

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