“Unfair und verfrüht” Sinisa Mihajlovic ist gestorben
16.12.2022, 16:48
Mit dem sensationellen Europapokalsieg von Roter Stern Belgrad machte er sich in der Serie A einen Namen als überragender Freistoßschütze. Jetzt ist Sinisa Mihajlovic im Alter von 53 Jahren gestorben. 2019 machte er seine Leukämie-Erkrankung öffentlich.
Der frühere Fußballer und Profitrainer Sinisa Mihajlovic ist gestorben. Der Serbe starb nach Angaben seiner Familie im Alter von 53 Jahren an Leukämie. In einer Erklärung der Familie, die von italienischen Medien wie den Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos veröffentlicht wurde, wurde er als „einzigartiger Mann und außergewöhnlicher Profi“ beschrieben. Der ehemalige Mittelfeldspieler gehörte Anfang der 1990er-Jahre zu einer goldenen Generation von Fußballern aus dem ehemaligen Jugoslawien.
Bei Mihajlovic wurde 2019 Blutkrebs diagnostiziert. Nach einer Knochenmarktransplantation und drei Runden Chemotherapie kehrte der ehemalige jugoslawische Nationalspieler auf die Trainerbank des italienischen Serie-A-Klubs FC Bologna zurück, wo er den größten Teil seiner Profikarriere als Spieler verbrachte. Im März dieses Jahres musste er erneut behandelt werden.
Nach einem enttäuschenden Saisonstart trennte sich der Klub von Mihajlovic, der sich daraufhin nicht an einen anderen Verein binden wollte. „Er hat tapfer gegen diese schreckliche Krankheit gekämpft“, heißt es in der Erklärung der Familie. Er nannte den Tod des ehemaligen Spielers von Roma Lazio „unfair und unzeitgemäß“.
“Für immer in unseren Herzen”
Der Tod des Sportlers sorgte in Italien für Schmerz. „Sie haben auf dem Feld und im Leben wie ein Löwe gekämpft“, schrieb Ministerpräsidentin Giorgia Meloni auf Twitter. “Du bist und bleibst ein Gewinner.” Auch andere Spitzenpolitiker, Sportler und Funktionäre drückten ihr Beileid aus, der FC Bologna twitterte: „Auf Wiedersehen, Herr, Sie werden für immer in unseren Herzen leben.“
Seinen größten Vereinserfolg feierte Mihajlovic zu Beginn seiner Karriere mit dem Gewinn des Europapokals 1991 mit Roter Stern Belgrad. Ein Jahr später wechselte er in die Serie A, wo er für AS Rom, Sampdoria Genua, Lazio Rom und Inter Mailand spielte. Er galt immer als physischer und harter Gegner und war auch ein sehr gefährlicher Freistoßschütze. In diesen Jahren gewann er mit Lazio unter anderem 1999 den Europapokal der Pokalsieger und wurde mit den Hauptstädtern (2000) und Inter (2006) Meister. Nach dieser Saison beendete er seine aktive Laufbahn.
Er trainierte und betreute den AC Fiorentina, Sampdoria Genua, den AC Mailand, Sporting Lissabon in Portugal und bis vor wenigen Monaten Bologna. Von 2012 bis 2013 war er Nationaltrainer Serbiens, konnte sich mit der Mannschaft aber nicht für die WM in Brasilien qualifizieren.