Einbruch in Grünes Gewölbe: Polizeitaucher beenden Pfuschaktion im Neuköllner Kanal

Der Einsatz von Polizeitauchern, die im Fall des Schmuckdiebstahls aus dem Dresdner Grünen Gewölbe am 1. und 1. Weihnachtsfeiertag den Neuköllner Seekanal nach Beweismitteln absuchten, blieb erfolglos. Es seien keine Beweise gefunden worden, teilten die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizei Dresden in einer gemeinsamen Erklärung am Dienstag mit.

Etwa 20 Taucher aus Berlin, Sachsen und der Bundespolizei waren rund 150 Meter am Ufer der Kiehl im Einsatz. Früher wurde vermutet, dass die Täter die Beute in dem ordnungsgemäß gepackten Kanal versteckt haben könnten. Möglicherweise hat einer der sechs Angeklagten die Ortsangaben in Absprache mit seinem Verteidiger und mit der Aussicht auf einen Strafnachlass gemacht.

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Erst wenige Tage vor Weihnachten waren zahlreiche Stücke aus der in Berlin gestohlenen Schmucksammlung von 2019 aufgetaucht.Sächsische Beamte stellten nach Rücksprache mit einer Anwaltskanzlei 31 Stücke aus dem Diebstahl sicher, fuhren die alten Exponate unter großer Bewachung nach Dresden, wo sie sie wurden forensisch untersucht.

Schmuck weist Wasserschäden auf

Die Dresdner Justiz teilte mit: „Es gab Gespräche zwischen der „Verteidigung und der Staatsanwaltschaft einschließlich Gericht über einen möglichen Plädoyer-Deal“ und die Rückgabe „vorhandener Beute“.

Die bis dahin verborgenen und wieder aufgetauchten Kunstwerke im Grünen Gewölbe wiesen drei Jahre nach der Tat offenbar Wasserschäden auf. Ob und inwieweit sich der Angeklagte tatsächlich mit dem Gericht über einen Strafnachlass in der Hauptverhandlung einig ist, ist unklar. Der Prozess wird am 10. Januar fortgesetzt.

Sechs Männer des deutsch-arabischen Remmo-Clans im Alter zwischen 22 und 28 Jahren sind vor einem Jugendgericht des Landgerichts Dresden wegen schweren Bandenraubs, Brandstiftung und insbesondere schwerer Brandstiftung angeklagt worden. Der im November 2019 aus dem Grünen Gewölbe des Residenzschlosses gestohlene sächsische Staatsschatz hatte einen Versicherungswert von 114 Millionen Euro.

Hunderte Remmos leben in Berlin. Sie gehören nicht alle direkt derselben Familie an, noch fallen sie alle durch Verbrechen auf. Aber etwa 200 von ihnen seien registriert, sagen die Forscher, und sie seien miteinander verwandt.

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Einer der in Dresden angeklagten Remmos war zuvor wegen Einbruchs in eine Firma in Erlangen verurteilt worden, die spezielle Sprinkleranlagen für die Feuerwehr herstellt. Der Mann war 2017 auch im Bodemuseum in Berlin, als ihm eine 100-Kilo-Goldmünze gestohlen wurde.

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