Mikhail Shishkin: Schweizer Fehler führten zum Krieg in der Ukraine

Der russische Erfolgsautor lebt in der Eidgenossenschaft und kritisiert sie scharf

Schweizer Fehler führten zum Krieg in der Ukraine

Der in der Schweiz lebende russische Autor Mikhail Shishkin machte die Schweiz indirekt für den Krieg in der Ukraine verantwortlich. Ihm zufolge gehen die Fehler der Schweiz auf die 1990er Jahre zurück. Seiner Meinung nach begann der Dritte Weltkrieg im Jahr 2014.

1/6

Mikhail Shishkin, der russische Starautor, übt scharfe Kritik an seiner Wahlheimat Schweiz.

Mikhail Schischkin (61) lebt in der Schweiz, in Russland ist er erfolgreicher Autor. Der Kreml setzt ihn auf die schwarze Liste. Im Februar sprach er mit Blick über den Einmarsch in die Ukraine und war schockiert. Nun übt er scharfe Kritik an der Schweiz und gibt indirekt dem Krieg die Schuld.

An den Olympischen Spielen 2014 im russischen Sotschi hätten die Schweizer “dort ihr Hüsli gebaut, und als Folge hatten wir die Annexion der Krim”, sagte Schischkin am Dienstag in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen. Der preisgekrönte Autor lebt seit 1994 in der Schweiz.

Der russische Autor Shishkin: „Ich fühle Scham und Schuld“ (01:44)

Shishkin rief zur Solidarität mit der Ukraine auf

An der WM 2018 rief er die Schweiz zur Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung auf. “Aber die Schweizer wollten wie alle anderen Fußball spielen.” Der russische Kremlchef Wladimir Putin (70) hat die Botschaft verstanden: Der Westen unterstützt stillschweigend den Krieg. “Das hat den Weg für den Angriff auf die Ukraine am 24. Februar geebnet.”

Die Schweiz habe laut Schischkin bereits in den 1990er Jahren Fehler gemacht. “Gemeinsam mit anderen westlichen Staaten hätte es der jungen russischen Demokratie der 1990er-Jahre zum Aufschwung verhelfen sollen”, sagte der Kreml-Kritiker. Stattdessen half er der “neuen kriminellen Diktatur”.

Die Schweiz akzeptierte “schmutziges Geld”.

Als in der Schweiz tätiger Dolmetscher erlebte Schischkin, wie die Schweiz “schmutziges Geld mit großer Begeisterung” akzeptiere. Ohne die Unterstützung der Schweiz, aber auch Londons und der USA wäre keine „Banditendiktatur“ entstanden.

Bereits im Februar vergangenen Jahres deutete Shishkin die angebliche Rolle der Schweiz an. Auf die Frage, was der Bund tun solle, sagte er: “Der Schweizer Staat fungierte als Geldwäschemaschine. Die Regierung sollte sich dafür entschuldigen, dass ihre eigenen Gesetze so lange nicht durchgesetzt wurden.” (SDA)

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *