Was denkst du, bedeutet “Gewista”? Und wie kamen sie zu ihren Namen „Tchibo“ und „Eduscho“?
Nun, Sie denken, es ist nur ein Firmenname. Und lauf einfach am Schild mit der Aufschrift „Gewista“ ganz oben vorbei. Allein hinter diesem Kürzel verbirgt sich ein Firmenname, mit dem man sogar etwas anfangen kann: Gemeinde Wien Kommunale Werbegesellschaft.
Ein Phänomen, das auch aus der Privatwirtschaft bekannt ist. Sie haben gehört, dass die Supermarktkette Billa „Billigladen“ bedeutet, genauso wie Bipa „Billigparfümerien“ bedeutet. Andererseits hat der Name „Spar“ nichts damit zu tun, dass man in den entsprechenden Märkten weniger Geld ausgeben muss. Vielmehr handelt es sich hier um ein Akronym für das niederländische Motto „Door Eendrachtig Samenwerken Profiteren Allen Regelmatig“ („Alle profitieren regelmäßig von einer harmonischen Zusammenarbeit“), das einst durch den Zusammenschluss mehrerer Händler zu einer Kette entstand. „De Spar“ bedeutet übrigens auf Niederländisch „Die Fichte“, was auch das Logo der Kette erklärt. Das „De“ ging im deutschen Sprachraum verloren, wohl auch weil die Assoziation mit Sparsamkeit nicht ganz unangenehm war.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, was sich hinter der Firma „Tchibo“ verbirgt, die Kaffee und diverse, zum Teil sehr kuriose Produkte des täglichen Bedarfs verkauft? Nun, der Name geht auf den Gewürzhändler Carl Tchilling-Hiryan zurück, der zusammen mit dem Kaffeehändler Max Herz Kaffee verschickte. Die „Tschillingbohne“ wurde schließlich zu Tchibo abgekürzt. Ja, und “Eduscho”? Da haben wir ein weiteres Akronym, diesmal vom Kaffeeproduzenten Eduard Schopf. Und noch ein Geistesblitz: Die Schokoladenmarke Milka besteht aus Milch und Kakao. Genau, das sind offensichtlich nicht nur Firmennamen.
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