Angst vor Gazprom-Lieferstopp |
Der Gaspreis steigt auf ein Allzeithoch
Die Angst vor fehlenden Gaslieferungen aus Russland treibt den Gaspreis in die Höhe!
Die europäischen Erdgas-Futures für die Lieferung im September stiegen am Freitagnachmittag um rund zehn Prozent auf ein Rekordhoch von 343 Euro pro Megawattstunde!
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Der russische Exporteur Gazprom hatte vergangene Woche angekündigt, die Gaslieferungen durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 ab dem 31. August wegen Wartungsarbeiten für drei Tage zu unterbrechen. Dies schürte Befürchtungen, dass der ohnehin stark eingeschränkte Gasfluss aus Russland komplett zum Erliegen kommen könnte, wenn die Lieferungen nicht wieder aufgenommen würden.
Allerdings hatte Gazprom selbst erklärt, dass der Betrieb nach der Wartung auf dem vorherigen Niveau wieder aufgenommen werden solle, wenn es keine technischen Probleme gebe. Derzeit ist die Pipeline mit einem Gasfluss von 33 Millionen Kubikmetern pro Tag nur zu 20 Prozent ausgelastet. Kreml-Kriegstreiber und Machthaber Wladimir Putin (69) ließ immer wieder Lieferungen abwürgen. Als Grund nannte Gazprom auch Wartungsarbeiten.
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Tatsächlich aber zögerten die Russen mit Scheinbegründungen, verweigerten die Abnahme einer von Siemens Energy in Deutschland erhältlichen Turbine und verwiesen auf angebliche rechtliche Hindernisse. Propagandalügen, um Deutschland mit Versorgungsengpässen unter Druck zu setzen.
Die Gaspreise in Europa haben sich seit Jahresbeginn mehr als verdreifacht. Experten zufolge ist noch kein Ende in Sicht. Im Oktober dürften die Gaspreise wieder steigen, wenn viele Versorger in Deutschland erstmals den Gastarif erhöhen, sagte Commerzbank-Volkswirt Christoph Weil. Auch an den Aktienmärkten sind die Strompreise auf ein Allzeithoch gestiegen.