Zoff auf steigende Preise |
Kein Coca-Cola mehr bei Edeka
Von: Johannes C. Bockenheimer
Zoff zwischen Edeka und Coca-Cola.
Ab sofort stellt Coca-Cola die Belieferung der Supermarktkette ein!
Hintergrund des Streits: Der Getränkeriese hat die Preise zum 1. September kräftig erhöht. Laut “Lebensmittelzeitung” hatte die Supermarktkette bereits im Juli angekündigt, die Preise aller Produkte und Verpackungen “im höheren einstelligen Prozentbereich” zu erhöhen.
Edeka akzeptiert die Preiserhöhung nicht.
Edeka-Chef Markus Mosa
Foto: picture alliance / dpa
Diese Preiskämpfe seien keineswegs ein Einzelfall, sagt Nils Busch-Petersen vom Handelsverband Berlin-Brandenburg. “Viele Lebensmittelhersteller haben in letzter Zeit ihre Preise unter dem Deckmantel der Inflation erhöht, um die Gewinne zu drücken.”
Die Leidtragenden sind die Kunden.
Edeka hatte seine Lieferanten bereits vor überhöhten Preisforderungen gewarnt. „Lebensmittel sollen kein Genussmittel werden“, sagt Edeka-Chef Markus Mosa.
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Rewe-Chef: Kostenlose Nutzer treiben die Preise in die Höhe
Konkurrent Rewe hatte bereits angekündigt, die Erhöhungen nicht vollständig an die Kunden weiterzugeben und wollte daher auch die Auswirkungen auf den Gewinn in Kauf nehmen.
Nach Angaben des Handelsriesen sollten sich die Verbraucher in Deutschland auf noch höhere Lebensmittelpreise einstellen, da insbesondere große Anbieter die Preise weiter erhöhen.
„Die meisten sind Trittbrettfahrer … die auf der Preiswelle reiten und sie nutzen, um ihre Bilanz zu verbessern“, sagte Rewe-Chef Lionel Souque dem „Verband der Wirtschaftsjournalisten“ in Düsseldorf.
Und auch: “Viele Multis bekommen mehr Dividenden als im Vorjahr.” Der Kölner Konzern wehrt sich jedoch gegen die Forderungen: „Wir wehren uns brutal dagegen.“
„Viele kommen und kündigen Preiserhöhungen von zehn Prozent an und sagen, Rewe soll das an die Kunden weitergeben“, berichtete Souque. “Das ist völlig unwirklich.”
Allerdings verhalten sich die meisten Lieferanten rational, sagte der Rewe-Chef. „Aber wir haben ein Problem mit den wirklich großen Herstellern, die die Macht haben, die Klagen durchzusetzen“, fügte er hinzu. Auch hier argumentierte beispielsweise Coca-Cola in Analystenpräsentationen, der Konzern senke seine Kosten durch Sparprogramme, und begründete dann die Preisforderungen von Rewe mit steigenden Kosten. “Dann haben wir ein Problem”, fügte er hinzu.