Seit rund einem Vierteljahrhundert gehören die Adventure-Modelle von KTM zu den Top-Angeboten der oberösterreichischen Modellpalette: alltagstauglich, tourentauglich, zur Imagepflege und mit Erfolg in margenstarken Marktsegmenten. Im Laufe der Jahre wurde das Angebot erweitert und bietet heute eine extreme Bandbreite vom kleinen Einzylindermodell bis zur großen Enduro mit einem V2 von rund 160 PS. Besonders spannend: In den nächsten zwei Jahren wird nahezu das gesamte Sortiment durch eine Neuentwicklung ersetzt, ergänzt oder zumindest radikal überarbeitet.
Den Anfang macht Ende nächsten Jahres die brandneue 390 Adventure, die auf dem kommenden Einzylinder-Baukasten LC4c basiert. Am auffälligsten ist jedoch das Konzept des Modells: Anders als das aktuelle Modell und auch anders als die BMW G 310 GS wirkt die kommende 390 Adventure nicht so robust, sondern vor allem straßentauglich. Obwohl es von seinen Fahrern überwiegend auf befestigten Straßen gefahren werden dürfte, überzeugen das sonst in dieser Klasse eher selten anzutreffende 21-Zoll-Vorderrad, die Metzeler-Profilreifen, die Vorderradgabel und die äußerst robuste Hinterradschwinge deuten bereits darauf hin, dass zumindest dieses Straßenmodell auch auf unbefestigtem Gelände ernsthaft bewegt werden kann und sollte.
Das Styling, das an diesem seriennahen Prototypen bereits deutlich erkennbar ist, soll bewusst noch stärker an die Dakar-Maschine von KTM erinnern. Das bedeutet vor allem eine steil abfallende Front mit ziemlich hoher Windschutzscheibe, was für diese Klasse einen guten Windschutz bedeuten dürfte.
Für Vortrieb sorgt der neue Baukasten-Einzylindermotor des Konzerns, der wiederum knapp 400 Kubik Hubraum hat und mit über 40 PS für diese Klasse recht kräftig sein dürfte.
Diese übernimmt auch das neue Schwestermodell der Aventura, die davon abgeleitete 390 Enduro. Beide Modelle scheinen die Verkleidung und das Fahrgestell zu teilen, nur die Frontverkleidung (mit dem bei der Adventure-Version installierten Display und dem dahinter montierten großen TFT-Bildschirm) und der Sitz scheinen unterschiedlich zu sein, wobei die 390 Enduro anscheinend auf kostengünstigere Lösungen angewiesen ist beide. die Lichtanlage, der Sitz und das Infotainment.
Für beide Versionen soll es später unter dem Label GasGas offenbar auch eine Schwester geben, auch eine 390 Supermoto wird auf dieser Basis erwartet.
KTM 390 Adventure 2024 Prototyp-Fotogalerie
Prototyp KTM 390 Enduro 2024 Fotogalerie