Karl Lauterbach: „Ich habe nie gesagt, dass jetzt alle Jugendlichen geimpft werden sollten“

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„Ich habe nie gesagt, dass jetzt alle jungen Menschen geimpft werden sollten“

Stand: 00:22 | Lesezeit: 2 Minuten

„Lauterbachs Empfehlung ist politisch, aber nicht wissenschaftlich fundiert“

„Wer die Grundimmunisierung hat, sollte sich keine Sorgen machen“, sagt der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit zum neuen Infektionsschutzgesetz. Stikos Empfehlung war richtig. Er kritisiert Gesundheitsminister Lauterbach.

“Das ist falsch”: Karl Lauterbach widerspricht der Empfehlung einer vierten Corona-Impfung für Jugendliche. Allerdings klingen die Aussagen des Gesundheitsministers im Juli etwas anders.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will bisherige Äußerungen zur vierten Corona-Impfung nicht als Empfehlung für alle Jugendlichen verstanden wissen. „Ich habe nicht gesagt: Die vierte Impfung für alle“, sagte der SPD-Politiker am Dienstagabend im „heute journal“ des ZDF. „Ich habe nie gesagt, dass jetzt alle jungen Menschen geimpft werden sollten. Das ist falsch.“

Die Ministerin äußerte sich Mitte Juli in einem „Spiegel“-Interview zur vierten Impfung gegen Corona und sagte, wenn man den Sommer ohne Krankheitsrisiko genießen wolle, dann „würde ich den Jüngsten natürlich die Impfung in Absprache mit empfehlen der Hausarzt”.

Es sei lediglich darauf hingewiesen worden, dass es einer klaren Botschaft für unterschiedliche Altersgruppen wie etwa die unter 60-Jährigen bedarf, sagte Lauterbach. Risikopatienten sollten seiner Meinung nach nicht auf angepasste Impfstoffe warten: Warten „ist einfach falsch für die, die jetzt gefährdet sind“, sagte er dem ZDF. Bei jüngeren Menschen könne es aber sinnvoll sein, “noch etwas zu warten” und sich mit den neuen Impfstoffen behandeln zu lassen, sagte Lauterbach den “Tagesthemen” der ARD.

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Aktuell empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) nur eine vierte Impfung gegen das Corona-Virus für Menschen über 70 und einige Risikogruppen. Führende EU-Behörden haben eine zweite Auffrischungsimpfung für alle über 60-Jährigen gefordert.

In angespannten Corona-Situationen soll in Innenräumen eine Maskenpflicht gelten

In der Zwischenzeit sollten sich die Bürger auf eine Rückkehr zur Maskenpflicht in Innenräumen einstellen, falls sich die Corona-Lage im Herbst und Winter deutlich verschlechtern sollte. Auf einer Gesundheitsministerkonferenz (GMK) von Bund und Ländern am Dienstag wurden jedoch heftige Differenzen über die von der Bundesregierung vorgesehenen Ausnahmen für neu Geimpfte offenbar.

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Lauterbach sagte nach der Beratung: „Es wurde deutlich gemacht, dass das Tragen von Masken in Innenräumen in einer angespannten Pandemie-Situation die Regel sein sollte.“ Zuvor hatten mehrere Länder die geplanten Ausnahmen kritisiert. Das ist der Plan, Menschen vom Tragen von Masken in Restaurants oder bei Kultur- und Sportveranstaltungen zu befreien, wenn ihre Impfung drei Monate nicht überschreitet.

Lauterbach sagte: „Davon sollte nur in Ausnahmefällen abgewichen werden können.“ Das macht die Notstandsregel noch sicherer. “Eine neu geimpfte Person hat ein relativ geringes Infektionsrisiko, auch wenn sie keine Maske trägt.”

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) forderte dagegen Lauterbach auf, die „fragwürdigen Ausnahmen“ von der Maskenpflicht für frisch Geimpfte und Genesene aus dem Gesetz zu streichen. Ein Impfintervall von drei Monaten widerspricht den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission.

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