- Startseite
- Einheimische
- Göttingen
- Göttingen
Erstellt: 31.07.2022 Aktualisiert: 31.07.2022 09:44
Von: Raphael Digiacomo, Thomas Copytz, Stefan Rampfel, Bernd Schlegel
Teilt
Am Wochenende (30. und 31. Juli 2022) werden im Westteil der Stadt Göttingen fünf Mündungen aus dem Zweiten Weltkrieg außer Dienst gestellt. Wir berichten im Liveticker.
+++ Liveticker aktualisieren
+++ 9.30 Uhr: So ist die Lage am Bahnhof Göttingen: Der Fernverkehr, also ICE- und IC-Züge, fährt wie geplant zum Bahnhof und hält dort zum Ein- und Aussteigen 9-Euro-Tickets sind in diesen Zügen jedoch NICHT gültig. Im Nahverkehr besteht weiterhin Schienenersatzverkehr, voraussichtlich rund um die Uhr (bis Betriebsschluss). Der Schienenersatzverkehr wird mit Bussen über den nahegelegenen ZOB betrieben. Daher müssen Nahverkehrskunden mehr Zeit einplanen.
+++ Sonntag, 31. Juli, 7.40 Uhr: Die Lage in Göttingen ist ruhig. Jetzt ist klar, dass drei der fünf Idioten so nah beieinander waren, dass sie sie gleichzeitig fliegen mussten. Die Blindgänger vier und fünf wurden kurze Zeit später gezündet. Insgesamt waren demnach drei Detonationen zu hören. Mittlerweile ist auf dem YouTube-Portal ein Video aufgetaucht, das die Detonationen deutlich zeigt.
Ob bzw. welche Schäden eingetreten sind, wird sich wohl erst im Laufe des Tages herausstellen. Weitere Details will die Stadt gemeinsam mit dem niedersächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienst im Rahmen einer Pressekonferenz am Vormittag bekannt geben. Das Evakuierungszentrum des Felix-Klein-Gymnasiums war in dieser Nacht geschlossen, weil alle Gäste das Gelände verlassen hatten. Sie waren mit Bussen der Göttinger Verkehrsbetriebe zurückgebracht worden. Nach Angaben des Elektronischen Informationssystems der Deutschen Bahn wird der Bahnhof Göttingen wieder vom Fernverkehr angefahren.
+++ 23.47 Uhr: Damit beenden wir aus der Redaktion der HNA in Göttingen den um 5.20 Uhr gestarteten Live-Bericht. Wir freuen uns mit Ihnen über den erfolgreichen Abschluss einer der Abbauaktionen der größten Sprengartillerie in Göttingen. Wir danken allen Beteiligten, auch den vielen unbekannten Helfern. Allen von der Aktion betroffenen Nachbarn gilt unser Respekt für ihre Lastenteilung. Stefan Rampfel, Bernd Schlegel, Raphael Digiacomo und Thomas Copytz wünschen Ihnen eine gute Nacht und danken Ihnen, dass Sie unseren Live-Ticker in so unerwarteter (überwältigender) Zahl verfolgen.
+++ 23.43 Uhr: Das Evakuierungszentrum Felix-Klein-Gymnasium bleibt notfalls bis Sonntagmorgen geöffnet. Die Bewohner können selbst entscheiden, ob sie sofort in ihre Häuser zurückkehren oder die Nacht im Evakuierungszentrum verbringen.
+++ 23:41 Uhr: Die Vollberechtigung erfolgt über die KatWarn-App. Der Sperrbereich ist wieder frei. Shuttlebusse fahren wieder. Der Shuttle-Service der GöVB kehrt nun von Evakuierungszentren in zuvor geschlossene Evakuierungsgebiete zurück.
Shuttlebusse verkehren wieder kostenlos an folgenden Haltestellen: • Bahnhof A • Platz der Göttinger Sieben • Hildebrandstraße • Maschmühlenweg • Im Rinschenrott • Pfalz-Grona-Breite • Tulpenweg • Asternweg • St. Godehard-Kirche-Ersatz • Jheringstraße • Posthof • Königsstieg -Ersatz • Rosmarinweg • Grätzelstraße • Otto-Frey-Brücke
Denken Sie daran: In GöVB-Shuttlebussen (wie auch in anderen öffentlichen Verkehrsmitteln) besteht Maskenpflicht.
+++ 23.34 Uhr: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat das Sprenggebiet untersucht. Oberbürgermeisterin Petra Broistedt zeigt sich im Gespräch mit HNA sehr erleichtert: „Die S-Arena steht noch. Aber noch wichtiger: Es gibt keine Personenschäden.“ Polizei und andere Helfer müssen nun Straßen und andere Gebäude auf Schäden überprüfen Beeindruckt zeigte sich Broistedt von der „unglaublichen Motivation“ aller ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfer und Teilnehmer, vom Hausmeister des Evakuierungszentrums bis zum Lkw-Fahrer am Albaniplatz. Die Stimmung war außergewöhnlich gut: „Es war sehr, sehr schön zu sehen, wie alle diese außergewöhnliche Situation angenommen und gemeistert haben.“
+++ 23.20 Uhr: Soeben wurde die Allgemeingenehmigung erteilt und das Sperrgebiet von 1.000 Metern mit Ausnahme des Bereichs um die Spielstätten der S-Arena aufgehoben. Die Bewohner können nun nach Hause zurückkehren. Für den Rücktransport aus den Evakuierungszentren stehen Busse der GöVB bereit.
+++ 23.09 Uhr: Die Stadt zieht am Sonntag um 10 Uhr in einer Pressekonferenz im Ratssaal Bilanz.
+++ 22:55 Uhr: Tolle Planung und Durchführung! Bei der Bombenräumung in Göttingen Ende Januar 2021 konnten die Hülsen erst nach 1 Uhr nachts gesprengt werden. Diesmal benötigten die Experten deutlich weniger Zeit. Gegen halb neun Uhr abends, vier Stunden vorher, ereignete sich die Explosion.
+++ 22.47 Uhr: Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank an die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen. Sie haben alle fünf Fehlschläge des Zweiten Weltkriegs in Göttingen erfolgreich gesprengt. Ein großes Dankeschön an die Hunderten von Helfern aus den vielen Organisationen und Institutionen, die den ganzen Tag gearbeitet haben. Ohne sie wäre die Deaktivierungsaktion nicht so erfolgreich gewesen!
+++ 22.32 Uhr: Nach Angaben des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen wurden alle fünf Bomben erfolgreich gezündet. Bürgermeisterin Petra Broistedt und Erster Rat Schmetz sind erleichtert. Senden Sie einen Daumen nach oben! über Handy. Hinweis: Das Betreten des Sperrgebiets ist weiterhin untersagt.
+++ 22.20 Uhr: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) Niedersachsen untersucht das Gelände. Aufklärungsteams werden dann das Gebiet auf mögliche Schäden und Gefahrenstellen untersuchen und die Lage einschätzen. Dies wird einige Zeit dauern. Wichtiger Hinweis: Der Sperrbereich ist noch nicht freigegeben! Noch ist nicht alles klar. In der Göttinger Innenstadt waren die Detonationen kaum zu hören, in Nachbargemeinden wie Bovenden oder Rosdorf (einschließlich Mengershausen) aber deutlich.
+++ 21.47 Uhr: Noch gibt es keine Informationen zum Ergebnis der Explosion in Göttingen. Das Warten geht weiter. Auch ist noch nicht alles klar.
Ein erstes Foto der Explosion: Drei laute Detonationen waren zu hören. © Nick Schwarz
+++ 21.35 Uhr: Drei laute Detonationen sind zu hören. Die Explosion ist einfach passiert. Die Detonationen waren in der ganzen Stadt zu hören (auch in Grone und im östlichen Stadtteil). Warten Sie nun das Strahlergebnis ab.
+++ 21.32 Uhr: Die Explosion steht unmittelbar bevor. Gerade wurde eine weitere Handywarnung (Katzenwarnung) herausgegeben.
+++ 21.29 Uhr: Anwohner im Bereich zwischen 1.000 und 1.250 Metern um die Evakuierungszone sollen das Haus zum eigenen Schutz betreten und sich nicht in Fensternähe aufhalten. Trotz der Schutzmauer, die die Standorte umgibt, können Splitter weit fliegen.
Kampfmittelspezialisten: Heute sind unter anderem die Abbruchexperten Thorsten Lüdeke (links) und Marcus Rausch anwesend. © Stefan Ramffel
+++ 21.27 Uhr: Jetzt ist klar: Die fünf Bomben lassen sich nicht deaktivieren, sie müssen gezündet werden. Die Explosion ist für etwa 21:30 Uhr geplant. Zu ihrem eigenen Schutz sollten Anwohner in einem Umkreis von 1.250 Metern um die Evakuierungszone ins Haus gehen und sich von Fenstern fernhalten. Trotz der Schutzmauer, die die Standorte umgibt, können Splitter weit fliegen. Hinweis: Erst nach behördlicher Genehmigung darf der Sperrbereich wieder betreten werden!
+++ 21.25 Uhr: Der Polizeihubschrauber fliegt über Grone. Die Suche nach Personen, die sich möglicherweise im Sperrgebiet aufhalten, ist noch nicht beendet. Auch auf dem Handy gibt es mit Blick auf die Explosion eine neue Warnung.
+++ 21.11 Uhr: Der Polizeihubschrauber ist wieder im Einsatz. Ich sollte nachsehen, ob sich noch Menschen im Sperrgebiet rund um die S-Arena in Göttingen aufhalten. Oberbürgermeisterin Petra Broistedt ruft alle dazu auf, sich nicht im Sperrgebiet aufzuhalten.
+++ 21.09 Uhr: Die Hotline der Stadt Göttingen ist weiterhin unter 0551 / 400-5050 erreichbar! Aufgrund des aktuell hohen Anrufaufkommens ist jedoch manchmal ein zweiter Durchsuchungsversuch notwendig. Die Stadt bittet um Ihr Verständnis.
+++ 21.07 Uhr: „Die Sprengung findet gegen 21.30 Uhr statt, wir sind in der Hitzephase“, kündigte Oberbürgermeisterin Petra Broistedt hörbar fokussiert unserer Zeitung an. Zuerst werden drei der 500-Kilo-Bomben gemeinsam gezündet, gefolgt von den anderen beiden mit einer leichten Verzögerung von wenigen Sekunden. „Es wird einen gewaltigen Knall und starke Erschütterungen geben“, sagte Broistedt und bereitete die Göttinger auf die nächste Explosion vor, die es in der Stadt mit einem solchen Sprengstoff noch nie gegeben hat. Dann würde geprüft, ob alle Bomben hochgegangen seien. Dies übernehmen die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes.
.++ 21.01 Uhr: Um den Brandschutz in Göttingen zu gewährleisten, wurde die Stadt Göttingen während des Shutdowns in zwei Kontrollbereiche aufgeteilt, einen westlich des Gurts, den anderen östlich des Gurts Während im Osten die Fahrzeuge der Hauptfeuerwehr Breslauer Straße und der Feuerwache Klinikum im Ernstfall zum Einsatz kommen, sind es im Westen vor allem Freiwillige, also die Ortsfeuerwehren Holtensen und Grone mit insgesamt 32 Mann. Im Bereich West sind nur zwei Beamte der Berufsfeuerwehr als Leiter eingesetzt.
Besuch bei der Feuerwehr Holtensen. Oberbürgermeisterin Petra Broistedt hatte die Einsatzstruktur…