Schallenberg bei Gesprächen in Kiew

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) und der tschechische Außenminister Jan Lipavsky sind heute zu Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymir Selenskyj, Premierminister Denys Schmyhal und seinem Amtskollegen Dmytro Kuleba in Kiew eingetroffen. Morgens geht es zum Flughafen Hostomel und dann nach Irpin, nachmittags steht eine Pressekonferenz mit Kuleba auf dem Programm.

Eigentlich war die Reise in die Ukraine im Slavkov-Format (Österreich, Tschechien, Slowakei) geplant, doch der Außenminister der Slowakei, Ivan Korcok, musste wegen einer CoV-Erkrankung kurz vorher abgesagt werden.

Letzte Reise vor Kriegsausbruch

Kurz vor Kriegsausbruch sei er mit seinen Amtskollegen in Tschechien und der Slowakei in Kiew gewesen, sagte Schallenberg. Damals gäbe es noch Hoffnung auf Diplomatie. „Weniger als zwei Wochen später kam es zu einem brutalen Zivilisationsbruch, den wir damals ehrlich gesagt nicht für möglich gehalten haben“, sagte der Außenminister.

„Es geht darum, ob das Recht des Dschungels gilt oder ob eine regelbasierte Ordnung gilt. Wir brauchen eine Welt, in der internationales Recht gilt, wo Rechtsstaatlichkeit gilt, wo „das Prinzip pacta sunt servanda gilt, wo das Recht des Stärkeren gilt nicht”, betonte Schallenberg.

Was der russische Präsident Wladimir Putin sicher nicht erwartet habe, zeigte sich der Außenminister, sei eine starke Einheit in Europa. Als neutraler Staat leistet Österreich vor allem humanitäre Hilfe, und nun muss die Reise auch als Zeichen der Solidarität und Einigkeit interpretiert werden.

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