Viele nutzen Allerheiligen und Allerseelen, um die Gräber verstorbener Angehöriger zu besuchen. Ursprünglich wurde der 1. November zum Gedenken an die Heiligen und ihr neues Leben genutzt.
WIEN. “Allerheiligen” ist ein christliches Fest, das seinen Ursprung im 4. Jahrhundert hat. An diesem Tag wird allen Heiligen, Aposteln und Märtyrern gedacht. Der 1. November, der zum ersten Mal an verschiedenen Daten gefeiert wurde, manifestierte sich Mitte des 8. Jahrhunderts. Allerheiligen gilt als hoher religiöser Feiertag.
Im Gegensatz zu Allerseelen ist Allerheiligen kein Gedenktag für die Toten. Das neue Leben, in dem die Heiligen auferstanden sind, wird viel mehr gefeiert. Auch in Österreich ist der 1. November ein gesetzlicher Feiertag im Sinne des Bundesgesetzes und somit ein arbeitsfreier Tag.
„Ewiges Licht“ an Allerseelen
Allerseelen, der am 2. November gefeiert wird, gedenkt wirklich der Toten. Traditionell findet an diesem Tag die Beerdigung statt. Besuchen Sie die Gräber der Toten, schmücken Sie sie mit Blumen und installieren Sie eine Seelenlampe. Dies soll das “ewige Licht” symbolisieren, das auf den Verstorbenen scheinen kann.
In Gottesdiensten wird der Verstorbenen mit einer Totenmesse gedacht, die auch Requiem genannt wird. Der Ausdruck „Requiem“ geht auf einen Psalm zurück, der zu Beginn des Gottesdienstes gesagt wird: „Requiem aeternam dona eis domini“. Das bedeutet so viel wie „Gib ihnen ewige Ruhe, Herr“.
Gemeinsames Gedenken in Wien
An Allerheiligen und Allertoten bietet die Erzdiözese Wien mehrere Möglichkeiten, gemeinsam, aber auch privat zu gedenken.
- An Allerheiligen, dem 1. November, findet um 10.15 Uhr ein feierlicher Gottesdienst mit Kardinal statt Christoph Schönborn im Wiener Stephansdom. „ORF III“ und „Radio Klassik Stephansdom“ übertragen den Gottesdienst live.
- Wolfgang Amadeus Mozarts „Requiem“ gilt vielen als größter musikalischer Ausdruck des christlichen Totengedenkens. In Wien erklingt es jedes Jahr im Stephansdom während der Allerseelenmesse – heuer am 2. November um 18 Uhr.
- Der Trauerraum der Kapelle ist bis zum 2. November geöffnet Schottischer Stift (Freyung 6a, 1010 Wien) von 11 bis 18 Uhr, ihre Pforten. An verschiedenen Stationen (Anleitung in Deutsch und Englisch) können Sie sich in Ihrem eigenen Tempo mit Gefühlen auseinandersetzen.
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