3:3 in Groll-Show: Viele Fehler, 6 Tore, aber kein Sieger in Luzern – St. Gallen

Immer wieder hat in den letzten Wochen die St. Gallen hatte durch späte Tore Punkte verschenkt. Doch an diesem 12. Spieltag drehten die Ostschweizer den „Angstgegner“ Luzern (seit Dezember 2019 kein FCSG-Sieg mehr) um. Wildcard Julian von Moos traf in einer gehässigen Schlussphase mit einem Schuss aus rund 18 Metern und sorgte mit dem 3:3 dafür, dass der FCSG in den letzten 4 Spielen keine 3. Niederlage hinnehmen musste. Emmanuel Latte Lath hatte sogar den Siegtreffer für die Gäste, verfehlte aber in der Schlussminute gegen Luzerner Torhüter Marius Müller.

Ein weiteres Zeichen gegen Alpstaeg

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Bildunterschrift: „Zäme mehr als 52 Prozent“ Beim FC Luzern sind es nicht nur die Fans, die sich gegen den Mehrheitsaktionär Alpstaeg stellen. Auf der Anzeigetafel bewirbt der Club zudem die Aktion „Zäme mehr als 52 Prozent“. SRF

Rund um das Heimspiel gegen St. Gallen stellten sich die Luzerner Fans erneut vor Bernhard Alpstaeg. Der Mehrheitsaktionär (52%) will den gesamten Verwaltungsrat auflösen.

Auch Torhüter Marius Müller, Präsident Stefan Wolf und 48%-Aktionär Josef Bieri unterzeichneten die Aktion «Zäme mehr als 52%».

In der regulären Spielzeit lag das Hauptaugenmerk auf Müllers Gegner: Einmal mehr wechselte Lawrence Ati Zigi zwischen Genie und Wahnsinn. Zu Beginn brachte er die Offensive der Luzerner zur Verzweiflung, attackierte aber in der 55. Minute Dejan Sorgic im eigenen Strafraum, unnötigerweise, weil aus spitzem Winkel. Max Meyer nahm den Elfmeter dankend an und traf zum 3:2.

Viele Fehler, viele Tore

Eine sehr spektakuläre erste Halbzeit, die auch von horrenden Abwehrschwächen geprägt war, endete 2:2. Bereits in der 7. Minute mussten die eigentlich als Schnellstarter bekannten aus Sant Galle das 0:1 hinnehmen. Nach einem technisch starken Fang an der Brust legte Pius Dorn den Ball auf Mohamed Dräger, der aus kurzer Distanz traf. Der Vorsprung der Luzerner hielt jedoch nur 107 Sekunden. Latte Lath tanzte dann mit einem Haken in der rechten Hälfte an Marco Burch vorbei und traf ins lange Eck zum 1:1.

Die „Lights“ ließen sich davon nicht beirren und hatten zahlreiche gute Chancen gegen eine wackelige „Espen“-Abwehr. Doch wie so oft in letzter Zeit mangelte es an Effizienz. Burch (24.) scheiterte mit einem Kopfball wie Dräger (28.) an Zigi, der blitzschnell reagierte. Eine Minute zuvor hatte Dräger aus kurzer Distanz auf St. Gallen

Es brauchte also zwei Geschenke, um vor dem Halbzeitpfiff ein Tor für beide Seiten zu erzielen:

  • 40. Minute: Nach einem desaströsen Fehlpass von Burch landet der Ball bei Jérémy Guillemenot. Er versenkt den Ball von der Strafraumgrenze kalt und flach ins lange Eck – 2:1.
  • 44. Minute: Die Abwehr von St. Gallen ist jetzt auch gut gelaunt. Der Rückpass von Patrick Sutter auf Torhüter Zigi geht knapp daneben. Dräger nimmt den Ball und steigt relativ unbedrängt auf den Schützen.

Und da sich nach dem Seitenwechsel bekanntlich der eine oder andere Fehler fortgesetzt hat, hatte die Show zwei weitere Tore, aber noch keinen Sieger parat. Damit bleiben die Mannschaften im 4. (Luzern) und 5. (SG) Ligaspiel ohne vollen Erfolg. St. Gallen ist in der Olmazeit zwar noch nicht in Jubelstimmung, aber auch Luzern konnte die Wogen in den turbulenten Zeiten rund um die „Causa Alpstaeg“ zumindest sportlich nicht glätten.

So läuft das

Luzern empfängt den FC Lugano am Samstag zu Hause (20.30 Uhr live auf SRF). Die St Gallen bestreiten am Sonntag zudem ein Heimspiel gegen Servette.

Stimmen im Spiel

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