4 Tipps bei Verdauungsbeschwerden in den Wechseljahren

Die meisten Frauen kommen in die Wechseljahre zwischen Mitte 40 und Anfang 50. In dieser Zeit nimmt die Fruchtbarkeit ab, weil die Produktion von Sexualhormonen abnimmt. Infolgedessen werden der Eisprung und folglich die Menstruationsblutung unregelmäßiger, bis sie schließlich ganz aufhören.

Diese Phase der Veränderung lässt fast keine Frau unberührt. Viele berichten von Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen. Weniger bekannt sind Verdauungsprobleme wie Blähungen, Bauchschmerzen oder härterer Stuhlgang. Im Folgenden erklären wir Ihnen, warum diese Magen-Darm-Beschwerden auftreten und was Sie dagegen tun können.

Warum leiden Frauen in den Wechseljahren unter Verdauungsstörungen?

Hormone und Darm? Diese Symbiose haben wohl die wenigsten von uns direkt auf dem Bildschirm. Aber ja, der Darm ist nicht nur für die Verdauung von Nahrung und die Versorgung des Körpers mit Nährstoffen zuständig, sondern auch für die Produktion und Ausschüttung von Hormonen. Aber was verursacht Verdauungsstörungen?

Schuld daran ist das weibliche Hormon Östrogen, das auch für die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol verantwortlich ist. In den Wechseljahren nimmt Östrogen ab. Die Folge: Die Cortisolkonzentration steigt und Adrenalin kann leichter ausgeschüttet werden. Eine Erhöhung der Cortisolkonzentration kann wiederum das Verdauungssystem schädigen, da die Verdauungsfunktionen stark fehlreguliert werden und dies zu Blähungen, Bauchschmerzen, Verstopfung oder hartem Stuhlgang führen kann.

Aber auch zwei andere Hormone tun weh. Die Rede ist von Progesteron und Prostaglandinen. Progesteron ist auch ein weibliches Sexualhormon, das in den Wechseljahren abnimmt. Seine entspannende Wirkung auf die Muskeln kann den Darmtrakt verlangsamen und Verstopfung und Blähungen verursachen. Dann gibt es noch die Prostaglandine. Diese wiederum wirken anregend auf die Muskulatur. Wird das zerkleinerte Futter zu schnell transportiert, kann es mitunter zu Magenkrämpfen, häufigem Stuhlgang oder sogar Durchfall kommen.

Während der Menopause befinden sich die Hormone in einem ständigen Auf und Ab, bis sie sich stabilisieren. Daher können Frauen während dieser Übergangszeit mehr Verdauungsprobleme haben.

Ernähren Sie sich gesund, wenn Sie Verdauungsprobleme haben

Magen-Darm-Beschwerden verursachen Beschwerden und können die Lebensqualität massiv beeinträchtigen. Aus diesem Grund ist es notwendig, gerade in den Wechseljahren auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten und bestimmte Essgewohnheiten zu vertiefen. Schon kleine Veränderungen können einen großen Unterschied für Ihr Wohlbefinden bewirken:

  • Ernähren Sie sich ballaststoffreich, indem Sie jeden Tag Gemüse, Obst, Vollkornprodukte oder Hülsenfrüchte essen. Ballaststoffe sind notwendig für deine Darmflora und fördern die Verdauung.
  • Um Ihr Verdauungssystem aufrechtzuerhalten, müssen Sie jeden Tag ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten Sie mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit in Form von Wasser und ungesüßtem Tee zu sich nehmen.
  • Kauen Sie jeden Bissen gut und essen Sie langsam. Dadurch wird weniger Luft geschluckt und der Darm weniger belastet.
  • Unser Darm braucht Bewegung, um richtig zu funktionieren. Versuchen Sie daher, möglichst viel Bewegung in Ihren Alltag zu integrieren und beispielsweise nach dem Mittagessen immer einen kleinen Spaziergang zu machen.

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