Stand: 09.10.2022 18:57
Der österreichische Bundespräsident Van der Bellen sollte bei der Präsidentschaftswahl deutlich über 50 Prozent gewinnen und sich damit die erforderliche absolute Mehrheit sichern. Damit entfällt der Abfluss.
Hochrechnungen zufolge wurde der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen bereits im ersten Wahlgang im Amt bestätigt. Nach Angaben des SORA-Instituts für den ORF erhielt der ehemalige Vorsitzende der Grünen mehr als 56 Prozent der Stimmen und erreichte damit die erforderliche absolute Mehrheit.
Eine zweite Runde ist nicht erforderlich. Das offizielle Ergebnis wird erst am Montag nach Auszählung der Briefwahlstimmen bekannt gegeben.
In einer auf Twitter geposteten Videobotschaft dankte Van der Bellen allen, die abgestimmt hatten, und denen, die für ihn gestimmt hatten. “Jetzt gilt es, gemeinsam nach vorne zu schauen und uns ohne Verzögerung den wichtigen Dingen zu widmen, die vor uns liegen.” Die Aufgaben sind groß und es braucht Solidarität, um sie zu lösen“, sagt Van der Bellen.
FPÖ-Kandidat rund 18 Prozent
Van der Bellen kandidierte erneut als unabhängiger Kandidat mit sechs weiteren Kandidaten. Vier davon können dem entsprechenden Feld zugeordnet werden. Van der Bellen hat die ausdrückliche oder stillschweigende Unterstützung der meisten großen Parteien in Österreich. Ausnahme ist die rechte FPÖ, die mit Walter Rosenkranz einen eigenen Kandidaten präsentiert hatte. Rosencrantz erreichte laut Hochrechnung 18,4 Prozent.
Der Bundespräsident kann in Österreich einmal wiedergewählt werden. Bisher wurden alle für eine zweite Amtszeit kandidierenden Bundespräsidenten im Amt bestätigt. Von den neun Millionen Einwohnern Österreichs waren 6,4 Millionen Wahlberechtigte zur Wahl aufgerufen.