Die Skilegende Rosi Mittermaier (†72) ist gestorben. Das bestätigte die Familie dem Bayerischen Rundfunk.
Der Läufer starb nach einer schweren Krebserkrankung in Garmisch-Partenkirchen.
Bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck gewann Mittermaier zwei Goldmedaillen in Abfahrt und Slalom sowie eine Silbermedaille im Riesenslalom. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere trat „Gold-Rosi“ zurück. Vor sechs Monaten die traurige Nachricht von Krebs.
Die deutsche Skirennläuferin Rosi Mittermaier zeigt im Februar 1976 ihre Medaillen (zweimal Gold und einmal Silber).
Foto: Heinz Wieseler/dpa
Mittermaier stand im zarten Alter von zwei Jahren zum ersten Mal auf Skiern. Die gebürtige Münchnerin wuchs auf der Winklmoosalm auf, wo ihre Eltern einen Gasthof mit Skischule besaßen.
Aus der Ehe mit Christian Neureuther (73) ging ein Sohn Felix (38) hervor, ebenfalls erfolgreicher Skifahrer. Tochter Ameli Neureuther (41) ist Modedesignerin. Alle haben sich nach ihrer Krankheit liebevoll um Rosi Mittermaier gekümmert.
traurig: Auch Rosi Mittermaiers Mutter Rosa ist im Alter von 73 Jahren an Krebs gestorben.
Skilegende Rosi Mittermaier ist gestorben. Sie wird immer unsere Rosi d’or bleiben
Rosie Mittermaier sie war nach Beendigung ihrer Karriere Jahrzehnte sozial engagiert, sie war unter anderem Schirmherrin der Deutschen Kinderrheumastiftung.
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Die erfolgreiche Sportlerin gründete mit ihrem Mann eine Firma, versuchte sich als Schlagersängerin, schrieb Bücher und war Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees.
Erfolge als Sportler:
Olympisches Gold in der Abfahrt 1976 Olympisches Gold im Slalom 1976 Olympisches Silber im Riesenslalom 1976 Weltmeisterschaftsgold in der Abfahrt 1976 Gold im Weltmeisterschaftsslalom 1976 Gold in der Kombinationsweltmeisterschaft 1976 Silber in der Weltmeisterschaft im Riesenslalom 1976 Gesamtsieger Ball der Welt 9171976 Kristallkugel Kombination 1976 zehn Weltcupsiege
Aber seine große Liebe war immer das Skifahren. „Das pure Skifahren ist für mich immer noch das Schönste, was es gibt und wo mein Herz immer aufgehen wird“, sagte die Ikone des Sports, die sich nicht auf den damaligen Leistungssportler reduzieren lassen wollte.
1972: Rosi Mittermaier im Weltcup-Slalom der Damen in Oberstaufen im Allgäu
Foto: Picture Alliance / Manfred Rehm
Aber natürlich wurde er oft nach seinen sportlichen Leistungen gefragt. Die großgewachsene Bayerin wurde als „Gold-Rosi“ bekannt und war nach ihren Leistungen bei Olympia so etwas wie ein Schlagerstar. „Bei meinen Eltern war ein ganzes Zimmer voller Post und Pakete. Der Postbote sagte uns, dass in einem Monat 27.000 Briefe ankamen, er war total sauer, weil er die ganze Flut auf die Winklmoosalm tragen musste“, erinnerte sich Mittermaier anlässlich seines 70. Geburtstages.
Rosi Mittermaier jubelt nach ihrem Abfahrtsgold bei den Olympischen Spielen in Innsbruck
Foto: -/AFP
Der Bayerische Landtag ehrte Rosi Mittermaier als herausragende Persönlichkeit. „Rosi Mittermaier war eine Ausnahme-Skirennfahrerin. Sie war auch nach ihrer Skikarriere eine Ausnahmepersönlichkeit und Sympathieträgerin: immer aktiv, immer engagiert, sportlich und gesellschaftlich“, sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (58/CSU). .
Rosi Mittermaier (2. von rechts) mit ihrer Familie, nachdem ihr Sohn Felix (2. von links) bei der Ski-WM 2017 in St. Moritz (links Christian Neureuther, rechts Tochter Amelie)
Foto: Bilder von Bildern/Sammy Minkoff
Der ehemalige Skiprofi Markus Wasmeier, 59, der ein guter Freund von Mittermaiers Familie war, bezeichnete den Tod als „einzigartig“. Sie hinterlassen eine „große Lücke“. „Wir haben einen tollen Menschen verloren – Rosi hatte ein Herz so groß wie ein Bus, sie war immer für alle da“, sagte die zweifache Olympiasiegerin 1994. „So einen Menschen findet man nicht wieder.“
Die erfolgreiche Ex-Skirennläuferin Christa Kinshofer (61) sagte mit Tränen in den Augen zu BILD: „Rosi hat mir vor meinem ersten Weltcuprennen 1976 in Bad Gastein Mut gemacht. Sie war damals die letzte Nr. 1 und ich die zwölftbeste Deutsche erste Glückwünsche kamen von Rosi. Dann, 1980, stand ich als hawaiianisches Mädchen auf der Bühne ihrer Hochzeit. Professor Neureuther, Christians Vater, bat mich, Anekdoten aus einem Buch vorzulesen. Es war sehr stimmungsvoll.”
Winter 1983: Christian Neureuther und Rosi Mittermaier glänzen im alten Ski mit Tochter Amelie auf Schlitten.
Foto: Picture Alliance / Horst Ossinger
Auch IOC-Präsident Thomas Bach (69) würdigte Rosi Mittermaier und erklärte: „Rosi Mittermaier war eine äußerst sympathische und glaubwürdige Sportbotschafterin, die immer offen und bescheiden auf die Menschen zugegangen ist. Sie hat uns alle mit ihrer Herzlichkeit und ihrem Lachen begeistert. Deshalb wird sie es immer tun.“ als „Gold-Rosi“ nicht nur wegen ihrer zwei olympischen Goldmedaillen in Erinnerung bleiben.
DSV-Geschäftsführer Wolfgang Maier (62) erinnert sich gegenüber BILD an eine PK für die Bewerbung zur Ski-WM in Garmisch 2011: „Rosi wollte Deutsch sprechen, weil sie sich in Englisch nicht ganz sicher war Person, die sicher nichts verstanden hat, wollte sie sofort wählen. Rosi war einzigartig, nicht zu kopieren. Man musste sie einfach mögen.”
Bayern-Idol Sepp Maier (78) erinnert sich an die Begegnung mit Rosi Mittermaier beim Olympiaempfang 1976 in Reit im Winkl: „Ich habe dort mit Rosi einen Walzer getanzt. Es hat großen Spaß gemacht wohnen.”
Ein Traumpaar auf Skiern: Rosi Mittermaier und Christian Neureuther bei der Eröffnung der 104. Bayreuther Festspiele 2015
Foto: Tobias Hase/dpa
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (56/CSU) zeigte sich schockiert über Mittermaiers Tod. „In ganz Bayern trauern wir um unsere Gold-Rosi, die Botschafterin unseres Landes in der Welt. Sie war nicht nur eine erfolgreiche Sportlerin, sondern ein Vorbild für uns alle. Ihr Einsatz für die Mitmenschen, ihr großes Herz und ihre Verbundenheit werden wir alle vermissen.“ seine unvergessliche Hingabe”, schrieb Söder.
Präsident DSV Dr. Franz Steinle drückte sein Beileid aus: „Mit Rosi Mittermaier verliert die Skisportfamilie eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die sich zu Recht über den Sport hinaus großer Beliebtheit erfreute. Rosi Mittermaier war freundlich und bescheiden, immer bereit, für jede gute Sache zu helfen, egal in welcher Funktion helfen. Er war die Seele eines Mannes.“
Thomas Weikert (61), Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, sprach von einer sehr traurigen Nachricht für den deutschen Sport. „Danke, liebe Rosi Mittermaier, für die Begeisterung, die Du bei so vielen Menschen geweckt hast, und für Dein Engagement weit über den Sport hinaus! Goldmedaillen waren eine der prägendsten Erinnerungen an den Wintersport in meiner Jugend.“
Maria Höfl-Riesch schrieb in „Gold-Rosi“ bei BILD.