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Erstellung: 21.08.2022, 10:16 Uhr
Von: Klaus-Maria Mehr, Tanja Kipke, Katarina Amtmann
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Bisher ist kein größerer Schaden entstanden, aber die DWD-Warnkarte blinkt noch immer in leuchtenden Signalfarben. Dem heftigen Regen der letzten 24 Stunden folgen nun neue Stürme.
- Im südlichen Oberbayern wurde die Warnung vor Starkregen aufgehoben.
- Das Unwetterpotenzial in Bayern steigt wieder: Nach der Starkregenphase haben wir nun einen neuen Wetterumschwung.
- Dieser Wetterindikator für Bayern wird regelmäßig aktualisiert.
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Update 20. August, 17.55 Uhr: Nicht nur die Fans von Helene Fischer standen am Samstagnachmittag im Regen. Auf dem Olympiagelände sollte ein Münchner Freiheitskonzert stattfinden. Doch die Regenmassen machten der Band einen Strich durch die Rechnung. Das Konzert musste um einige Minuten verschoben werden.
Update 20. August, 17.00 Uhr: Bayern hat das Sturm-Wochenende immer noch nicht überstanden. Am Samstagnachmittag wurden im Raum München sowie in Oberbayern, Schwaben und Teilen Frankens die Warn-Apps Katwarn und Nina aktiviert. Die Stürme zogen durch diese Regionen. Nördlich von München gab es sogar eine DWD-Warnung vor „Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 40 l/m² pro Stunde und Windböen bis 60 km/h (17m/s, 33kn, Bft 7). ) und klein Körnerhagel”. Die Warnung gilt bis 18 Uhr. Auch Fans von Helene Fischer, deren Konzert am Abend in München-Riem stattfindet, sollten ordentlich duschen.
In Südbayern wurde die Warnung vor Starkregen aufgehoben
Update 20. August, 15.33 Uhr: Für das südliche Oberbayern wurde die Unwetterwarnung aufgehoben. Das bedeutet, dass die Gefahr von Starkregen vorerst verboten ist. Glücklicherweise blieb der Schaden überschaubar. Bei Markt Oberstdorf im Landkreis Oberallgäu hat es in der Nacht zum Samstag einen Erdrutsch gegeben. Verletzt wurde niemand, teilte die Polizei mit. Das Land fiel in eine Straße, die durch einen kleinen Bach und einen Parkplatz geteilt wurde. Insgesamt wurde eine Fläche von 10 mal 30 Metern mit Erde bedeckt. Die Straße zum Ortsteil Tiefenbach wurde von der Feuerwehr gesperrt.
Der Dauerregen ließ den Wasserstand vieler Flüsse steigen. Besonders betroffen seien die Gebiete der kleineren südlichen Zuflüsse der Oberen Donau, der Altmühl, der Oberläufe von Iller und Lech, der Zuflüsse des bayerischen Bodensees und des Inngebiets, berichtete der Hochwassernachrichtendienst. „In mittleren und größeren Flüssen, die durch Pegelpunkte mit Meldeständen überwacht werden, haben Niederschlagsmengen nur vereinzelt zu Überschwemmungen geführt.“ Aufgrund der sehr dynamischen Wetterentwicklung sind Hochwasser jedoch nur schwer vorhersehbar.
Nach Starkregen und Unwetterwarnung: Neue Stürme ziehen auf
Nun folgt dem Regen der nächste Wetterumschwung. Die Sturmgefahr nimmt wieder zu. Aktuell gibt es für ganz Bayern eine Warnung vor „schwerem Gewitter“, allerdings nicht mehr mit Unwetterpotenzial. Immer wieder werden Stürme von Westen nach Südosten über den Freistaat ziehen.
Update 20. August, 10.52 Uhr: Für das östliche Oberbayern wurde die höchstmögliche Warnstufe angehoben. Auch für den südöstlichen Teil Bayerns gibt es eine Unwetterwarnung. Der Deutsche Wetterdienst warnt an diesem Samstag: „Es wird anhaltenden Starkregen unterschiedlicher Intensität geben. Es werden Niederschläge zwischen 50 l/m² und 80 l/m² erwartet.“ Betroffen sind folgende Landkreise:
Oben links ist die aktuelle DWD-Warnkarte für Bayern. Im Hintergrund ein Archivbild vom Juli 2021 aus dem Allgäu. Damals verursachten ähnliche Wetterbedingungen schwere Schäden. © DWD/dpa
Unwetterwarnung für das südliche Oberbayern am Samstag: Diese Landkreise sind betroffen
- Berchtesgadener Land
- Traunstein
- Teile des Landkreises Rosenheim
- Teile des Landkreises Altötting
Die Unwetterwarnung gilt bis 15 Uhr. Die große Regenmenge in kurzer Zeit kann deshalb so gefährlich werden, weil der Boden in Bayern hoffnungslos trocken geworden ist. Trockene Böden können kaum Wasser aufnehmen, das Wasser sammelt sich an der Oberfläche und fließt wie ein Sturzbach an den Hängen ins Tal. Die möglichen Folgen: Überschwemmungen und Erdrutsche. Eine ähnliche Wetterlage verwüstete zuletzt im Juli 2021 Teile des Allgäus und des südlichen Oberbayerns.
Update 20. August, 8.32 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat die Gebiete für die höchste Unwetterwarnung leicht nach Osten verschoben. Gestern blieb für weite Teile der bayerischen Alpen die offizielle Unwetterwarnung vor extremen Starkregen in Kraft. Hochwasserbefürchtungen haben sich glücklicherweise kaum bestätigt. Bisher hält sich der Schaden in Grenzen.
Überlaufende Weingüter, von Ästen durchschnittene Straßen und über die Ufer getretene Bäche: Besonders die bayerische Feuerwehr hatte in der Nacht zum Samstag viel zu tun. Doch die Zahl der schweren Unfälle und Verletzten halte sich glücklicherweise in Grenzen, sagte ein Sprecher des Bayerischen Lagezentrums.
Ein Bild aus Peißenberg am Donnerstagabend zeigt, was Starkregen anrichten kann. Rechts die Unwetterwarnkarte des Deutschen Wetterdienstes. Die höchste Warnstufe (lila) gilt noch bis 10 Uhr. © Gronau/DWD
Neue Unwetterwarnung für sehr starken Regen am Samstagmorgen
Von heute Morgen 4:30 Uhr bis 10:00 Uhr gilt in folgenden Landkreisen eine neue Unwetterwarnung:
- auf dem Boden liegen
- Ebersberg
- Mühldorf
- Rosenheim
- Traunstein
- Berchtesgadener Land
Wörtlich schreibt der DWD für diese Regionen: „Nach zuvor beobachteten Niederschlagsmengen von 30 bis 60 l/m² kommt es zu extrem starken Regenfällen. In 6 Stunden wird wieder mit Niederschlägen zwischen 30 l/m² und 50 l/m² gerechnet.“
Update vom 19. August, 22.32 Uhr: Die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes gelten weiterhin (siehe Update vom 19.25 Uhr). In München etwa sollen in der Nacht zum Samstag große Regenmengen vom Himmel kommen. In vielen Regionen Bayerns besteht Hochwassergefahr, für die Isar soll der Höhepunkt am Samstag um 9 Uhr erreicht werden. Warnungen des Deutschen Wetterdienstes gelten bis einschließlich Samstag um 8 Uhr.
Update 19. August, 19.25 Uhr: Die Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes hat sich etwas geändert. Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen, das südliche Weilheim-Schongau sowie der Osten und das Oberallgäu sind nun “lila”. Im Münchner Westen wurde die Alarmstufe nach unten korrigiert, hier wird nur noch vor Dauerregen gewarnt. Nachfolgend eine Übersicht der aktuellen DWD-Warnkarte:
Der Deutsche Wetterdienst hat mehrere Warnungen für Bayern herausgegeben. © Screenshot: Deutscher Wetterdienst
Update 19. August, 16.35 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst warnte am Freitagabend weiterhin vor anhaltendem Starkregen über weiten Teilen Bayerns. Die Warnung gilt bis Samstag 8 Uhr. Zwar ließ der Regen am Freitagnachmittag vielerorts nach, in den kommenden Abendstunden und über Nacht soll aber wieder mehr fallen. Für München und Umgebung gilt beispielsweise Alarmstufe drei mit Niederschlagsmengen zwischen 50 und 80 Litern pro Quadratmeter.
In den nächsten Stunden soll es weiter den Alpenrand treffen. Hier in der Kreisstadt Weilheim in Oberbayern fiel am Donnerstagabend auf einmal so viel Regen, dass Teile der Stadt überschwemmt wurden. Jetzt nur noch wenige Kilometer südlich, nahe der Alpen: Amtliche Unwetterwarnung für extrem starken Dauerregen. Es muss mit 80 bis 140 Liter Regen pro Quadratmeter gerechnet werden. Betroffen ist der Alpenrand vom Allgäu bis zum Landkreis Miesbach.
DWD warnt vor anhaltendem Regen: Hochwassergefahr steigt
Update 19. August, 10.40 Uhr: Anhaltender Regen in Bayern könnte in einigen Regionen zu Überschwemmungen und Überschwemmungen führen (siehe vorheriges Update). Für den Alpenrand gibt es derzeit eine „amtliche Unwetterwarnung für extrem starken Dauerregen“ (in lila auf der Warnkarte).
In vielen Bezirken gilt Alarmstufe Rot und dauert bis Samstag 8 Uhr. In einigen Landkreisen Frankens – darunter Ansbach und Nürnberg – droht bis heute Nacht Dauerregen (auf der Warnkarte orange markiert).
In Bayern könnte Hochwasser- und Überschwemmungsgefahr bestehen (Dateibild). © IMAGO / Andre March (Collage: Merkur.de)
Update vom 19. August, 9.38 Uhr: In Bayern droht Dauer-Starkregen am Alpenrand. Bis zu 140 Liter pro Quadratmeter sind möglich (siehe vorherige Updates). Vor allem kleinere Gewässer könnten daher in kurzer Zeit stark ansteigen und über die Ufer treten, teilte der Bayerische Hochwassernachrichtendienst auf seiner Website mit. „Auf regionaler Ebene können auch größere Regionen von Überschwemmungen betroffen sein.“
Wegen der „sehr dynamischen Wetterentwicklung“ am Vormittag war noch unklar, wo genau Bäche und Flüsse münden könnten. „Das Risiko, von Starkregen betroffen zu sein, steigt jedoch nach Süden und Osten“, schreiben Hochwasserexperten.
Das Bayerische Rote Kreuz hat die Alarmstufe 1 von 3 für Luftretter im Wasserrettungsdienst angeordnet, wie ein BRK-Sprecher mitteilte. „Luftrettungsspezialisten“ sind Einsatzkräfte, die mit Hubschraubern das Einsatzgebiet überfliegen und verletzte oder wehrlose Menschen retten können. Zuletzt waren laut BRK Luftretter der Bayerischen Wasserrettung bei der Überschwemmung des Ahrtals in Rheinland-Pfalz im Einsatz.
Klima: Dauerregen am Alpenrand – bis zu 140 Liter pro Quadratmeter
Update 19. August, 8.50 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor anhaltendem Starkregen am Alpenrand (siehe vorherige Updates). Am Freitag und…