Abbruch der Anti-Buch-Kultur an britischen Universitäten: Lesen als Zumutung Willkommen bei DER STANDARD

Im Juni veröffentlichte die Autorin Margaret Atwood eine feuerfeste Version ihres Bestsellers Der Bericht des Dienstmädchens (1985), um auf die grassierende “Zensur” literarischer Werke in den Vereinigten Staaten aufmerksam zu machen. Tatsächlich nehmen die Nachrichten über Bücher, denen mit Boykott gedroht wird, kein Ende. Immer mehr Titel verschwinden aus immer mehr Bibliotheken. Anfang 2022 wählte eine staatliche Schulbehörde von Tennessee Art Spiegelmans Mäuse Unterrichtsverbot wegen „Schmähsprache“. Der Comic handelt von der Nazizeit und ihren Opfern: Spiegelman ist ein Nachkomme von Holocaust-Überlebenden, Mäuse 1992 wurde er mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Man wundert sich fast nicht mehr und nimmt die Verbote versprochener Bücher zur Kenntnis.

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