Allegro Vivo: Ein glanzvoller Auftakt in der Stiftsbibliothek

„Vor fast 300 Jahren hat Abt Placidus Much die Abtei als Begegnungsort sowohl für Menschen als auch für die Künste konzipiert, und hier können wir die Eröffnung des 44. Kammermusikfestivals Allegro Vivo feiern“, sagte Nikolaus Straka, Generaldirektor des Vereins Academia Allegro Vivo, zu Beginn seiner Rede in der wunderbaren Barockbibliothek des Stiftes Altenburg.

Spezielles Programm vorbereitet

Auch angesichts des bestehenden Konflikts zwischen der Ukraine und Russland fand er klare Worte: „Wir haben auch Gäste, Musiker und Kursteilnehmer aus diesen beiden Ländern. Und sie sollen gemeinsam mit uns für die Musik feiern.”

Für diesen Tag ist ein besonderes Programm vorbereitet mit einer optimistischen und fröhlichen Zerstreuung von WA Mozart, einer Auftragskomposition des Schweizers Daniel Schnyder – die Schweiz ist der Beginn der Reise durch die Nachbarländer – und einer Kammersymphonie von Dmitri Schostakowitsch als Mahnmal für Faschismus und Krieg.

Nehmen Sie sich Zeit als Geschenk Gottes

In seinen tiefgründigen Begrüßungsworten stellte Abt Thomas Renner die Zeitüberlegungen im Hinblick auf das diesjährige Thema „Momentum“ in den Mittelpunkt. Für diesen Begriff gibt es zwei griechische Wörter, nämlich „Chronos“, was in Sekunden oder Minuten messbare Zeit bedeutet, und „Kairos“, das den richtigen Moment bezeichnet, den man nicht verpassen darf. “Nehmen Sie sich Zeit als Geschenk des Himmels, seien Sie offen und wach für die besonderen Momente in Ihrem Leben.”

Sehen Sie Musik als Nahrung für die Seele

Und der Abgeordnete Franz Linsbauer, der George Orwell („Wir widmen uns der wertvollsten Ressource, der Zeit“), sagte: „Als Biobauer weiß ich, was gesunde Ernährung für unseren Körper bedeutet, aber auch die Seele braucht gesunde Ernährung.“ , und Allegro Vivo ist ein ungeheurer Schatz für unsere Seele.

Als Solisten glänzten Vahid Khadem-Missagh und der Komponist Daniel Schnyder.

Foto: Foto Dieter Schweig

Der musikalische Auftakt zum 44. Festival war mehr als glanzvoll. Vahid Khadem-Missagh und seine Academia Allegro Vivo begannen damit, WA Mozarts Divertimento für Streicher, KV 136, zu spielen, das er mit 16 geschrieben hatte, so zart und kraftvoll, so lebendig und feierlich, wie man nur einen Mozart hören kann. Ein brillantes Allegro eröffnet den ersten Satz, der Mittelteil schwelgt in Cantabile und das Finale bildet ein tänzerisches Presto. Hier und besonders in den folgenden Stücken dirigierte Khadem-Missagh das Academia Allegro Vivo perfekt und souverän, mit großen Gesten und kleinen Fingern, als Belohnung für all seine Darbietungen gab es tosenden Applaus in der fast gefüllten Bibliothek. bis zum letzten Platz und vielen Bravo-Rufen.

Uraufführung von und mit Daniel Schnyder

Eine Premiere war die Auftragskomposition von Allegro Vivo für den Schweizer Komponisten und Saxophonisten Daniel Schnyder, der den weiten Weg von New York angereist war, um Khadem-Missagh durch das Werk zu führen. Die beiden Solisten glänzten im Konzert für Violine, Tenorsaxophon und Streichorchester mit virtuosem Einschlag, das Publikum war fast restlos begeistert vom eher klassischen Anfang, dem bluesigen Mittelteil und dem Finale, das sich ein wenig an der Bigband orientierte Klang. , aufgeregt

Für die Opfer von Krieg und Faschismus

Den Abschluss bildet schließlich Dmitri Schostakowitschs Kammersymphonie op. Auslöser war sein Besuch in Dresden, als er die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Stadt besuchte und unter diesem Eindruck seine Komposition den Opfern von Krieg und Faschismus widmete. Das Streichorchester mit seinen fast zwei Dutzend Musikern vermittelte einen satten und symphonischen Klangeindruck, wobei die einzelnen Stimmen subtile klangliche Nuancen zusammenführten.

Vielen Dank für Ihr Interesse an NÖN.at.

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unserem Newsletter. Melden Sie sich jetzt kostenlos an und erhalten Sie alle 2 Wochen die besten Geschichten und Aktionen direkt in Ihren Posteingang.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *