Nach sechs sieglosen Spielen und fünf Niederlagen kehrte das Team von Miroslav Klose in die Erfolgsspur zurück. Ried ist nun der neue Fonds. Die Innviertler ihrerseits rechneten seit der zweiten Runde mit einem Bundesliga-Sieg und kassierten die dritte Niederlage in Folge. In der Tabelle hat Rieder nun zwei Punkte Rückstand auf den Vorletzten Hartberg, Altach ist nun Zehnter.
Ried-Trainer Christian Heinle musste auf seinen verletzten Kapitän Marcel Ziegl verzichten. Der 29-Jährige musste sich einer Kniearthroskopie unterziehen. Stattdessen waren Stefan Nutz, Matthias Gragger und Michael Martin wieder fit und standen auf Anhieb in der Startelf. In Altach ersetzte Tino Casali den verletzten Jakob Odehnal im Tor. Außerdem kehrten Manuel Thurnwald und Felix Strauss ebenso wie Nuhiu nach Verletzungen in die Startelf zurück.
Erste Tore auf beiden Seiten
Altachs Routinier war es auch, der den Gästen einen Traumstart bescherte. Nach einem Eckball von Emanuel Schreiner setzte Nuhiu in der vierten Minute den Kopf auf die Anzeigetafel. Das sollte nicht lange dauern. Mikic glich nur vier Minuten später aus, was sehenswert ist. Rieder nutzte einen schweren Ballverlust von Jan Jurcec im eigenen Strafraum aus.
In der mit 3.229 Zuschauern gefüllten Josko-Arena entfaltete sich ein munteres Spiel, bei dem Ried immer mehr das Kommando übernahm. Casali musste sich hinlegen, als Josef Weberbauer versuchte, den Ball im Eck zu klären (18.). Es war auch eine Ecke, die zum Vorteil der Heimmannschaft führte. Nutz schlenzte die Ecke an den Strafraumrand, Pomer flog den Ball perfekt zum 2:1 (23.). Dem Eckstoß ging eine umstrittene Szene voraus, doch Schiedsrichter Spurny sah kein Foul an Altacher Schreiner, der die Ecke abfälschte. Auf der anderen Seite glich Bakary Nimaga weniger als zwei Minuten später aus, Tin Plavotic klärte zur Ecke.
In der Folge hatte Ried erneut die besseren Chancen. Ein Martin-Schuss ging wegen der krampfhaften Abwehr am Ball vorbei (36.), Weberbauer verfehlte Casali aus spitzem Winkel (40.). Die Gäste hatten vor der Pause noch eine letzte Chance, doch Tibidi traf auf Samuel Sahin-Radlinger, der gut klärte.
„Joker“ Tartarotti schießt Altach zum Sieg
Gleiches Duell kam es direkt nach der Pause, wieder legte Tibidi den Ball zu weit vor Sahin-Radlinger. Bald darauf machte der 18-jährige Franzose noch einen drauf. Das nutzte der eingewechselte Tartarotti mit einem tiefen Pass perfekt aus und Tibidi traf zwischen den Beinen von Sahin-Radlinger zum Ausgleich (52.). Das Spiel war dennoch abwechslungsreich. Rieder David Ungar verfehlte mit einem Kopfball bei Casali (64.).
Altach schaffte es jedoch, weiterzukommen und das Spiel zu drehen. Tartarotti schoss aus gut 20 Metern und ließ Sahin-Radlinger keine Chance. Das Match hatte noch mehrere Halbchancen auf beiden Seiten. Die letzte große Chance hatte Seifedin Chabbi mit einem Kopfball an der Latte (91.). In der Folge stand für Altach der erste Sieg seit dem dritten Spieltag vor knapp zwei Monaten.
Admiral Bundesliga, zehnte Runde
Ried – Altach 2:3 (2:1)
Ried, wenn Arena, 3.229 Zuschauer, SR Spurny
Torfolge:0:1 Nuhiu (4.)1:1 Mikic (8.)2:1 Pomer (24.)2:2 Tibidi (53.)2:3 Tartarotti (70.)
Ried: Sahin-Radlinger – Gragger (74./Wießmeier), Lackner (74./Turi), Plavotic – Weberbauer, Ungar (82./Kingsley), Martin, Pomer – Nutz (82./Kronberger), Monschein (85. /Chabbi), Mikic
Altach: Casali – Thurnwald (85./Mischitz), Strauss, Zwischenbrugger, Schreiner (46./Tartarotti) – Jurcec (46./Forson), Jäger, Nimaga, Tibidi (80./Bukta) – Bisbe, Nuhiu (85. /Kichern)
Gelbe Karte: Weberbauer
Die Besten: Sahin-Radlinger, Weberbauer, Pomer oder Casali, Tibidi, Nuhiu