Highlights des Scheiterns bei der Deutschen Bahn:
- In Norddeutschland fielen am Samstag ICE-, IC- und EC-Züge aus.
- Auch der Regionalverkehr war betroffen.
- Grund: Das Funknetz des Zuges war ab 6.40 Uhr komplett unterbrochen.
- Die Züge rollen wieder.
- Bestätigte Sabotage: Zwei Drähte wurden an verschiedenen Stellen durchtrennt.
- Eine Tat wurde in Berlin begangen, die andere in NRW
- Anscheinend koordinierter Angriff. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.
- Laut BKA hatte die Tat politische Motive.
Sonntag, 9. Oktober
BKA prüft Zusammenhang zu Angriff auf Nord-Stream-Pipelines
Das Bundeskriminalamt geht in einer ersten Einschätzung davon aus, dass es sich bei dem Angriff auf die Deutsche Bahn um eine politisch motivierte Straftat handelt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Wie die Bild schreibt, schließen Ermittler einen Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Gaspipelines Nord Stream vor knapp zwei Wochen nicht aus. Auch Hinweise auf eine rechtsextreme Tat werden derzeit geprüft.
Koordinierter und gerichteter Angriff
Der Anschlag auf die Deutsche Bahn, bei dem in der Nacht zum Samstag ein großes Kabel in NRW und Berlin gekappt wurde, sei laut Medien koordiniert erfolgt. Ein Kabel sei das Ersatzkabel für das andere Notfallkabel, sagte er in der Pressemitteilung. Die mutmaßlichen Täter müssen sich mit der Eisenbahninfrastruktur bestens auskennen. Wer die Autoren sind, ist derzeit völlig offen.
Die Suche nach den Autoren geht weiter
„Wir haben einen Tatort in Berlin-Hohenschönhausen“, sagte ein Sprecher der Berliner Bundespolizeidirektion der Deutschen Presse-Agentur. “Ein anderer steht in Nordrhein-Westfalen.” Aus Sicherheitskreisen hieß es, am Karower Kreuz in Berlin und im nordrhein-westfälischen Herne seien vorsätzlich sogenannte Glasfaserkabel beschädigt worden. Das Backup-System ist ebenfalls ausgefallen.
„Aktuell ist von einer konkreten Fremdeinwirkung auf das Kabel der Deutschen Bahn auszugehen“, sagte der Sprecher. Zu weiteren Details könne er aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen.
Samstag, 8. Oktober
Verbrechen in Berlin und Dortmund
Die Störungen im Bahnverkehr sind nach Angaben der Bundespolizei auf äußere Einflüsse zurückzuführen. „Wir haben einen Tatort in Berlin-Höhenschönhausen“, sagte ein Sprecher der Berliner Bundespolizeidirektion. “Ein anderer steht in Nordrhein-Westfalen.” Aus Sicherheitskreisen hieß es, am Karower Kreuz in Berlin und im nordrhein-westfälischen Herne seien vorsätzlich sogenannte Glasfaserkabel beschädigt worden. Das Backup-System ist ebenfalls ausgefallen.
Die Ermittlungen würden auf Hochtouren in alle Richtungen geführt. „Aktuell ist von einer konkreten Fremdeinwirkung auf das Kabel der Deutschen Bahn auszugehen“, sagte der Sprecher. Zu weiteren Details könne er aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen.
Bahn heißt Fahrgäste willkommen: Fahrkartenbeschränkungen aufgehoben
Die Deutsche Bahn hat bereits gekaufte Fernverkehrstickets storniert. Wer eine Fahrt für Samstag gebucht habe, könne diese „flexibel bis einschließlich sieben Tage nach Ende der Störung“ nutzen. Sitzplatzreservierungen können kostenlos storniert werden“, teilte das Unternehmen mit. Wer nicht mehr reisen möchte, kann sich den Ticketpreis erstatten lassen.
Wissing: „Drähte wurden mutwillig und vorsätzlich durchtrennt“
Nach Angaben von Bundesverkehrsminister Volker Wissing sind großflächige Störungen im Bahnverkehr an zwei Stellen auf Sabotage zurückzuführen. Die Drähte seien durchtrennt worden, sagte der FDP-Politiker am Samstag im pfälzischen Landau. Er sprach von “Sabotageakten”. “Drähte, die für den Zugverkehr unerlässlich sind, wurden bewusst und absichtlich durchtrennt.” Die Bundespolizei ermittelt. Zu einem möglichen Motiv machte Wissing keine Angaben. “Die Hintergründe dieser Tat sind noch nicht bekannt.”
Für mehr als drei Stunden fiel am Samstagmorgen der Fern- und teilweise auch der Regionalverkehr der Deutschen Bahn in weiten Teilen Norddeutschlands aus. Den ganzen Vormittag über meldete die Bahn, dass die Störung behoben sei, es aber noch Auswirkungen geben könne.
Zug: Fahrgäste müssen weiterhin mit Verspätungen rechnen
Die Deutsche Bahn weist auf Twitter darauf hin, dass es in Norddeutschland noch zu Verzögerungen kommen kann. Auch wenn der Zugverkehr wieder aufgenommen wird, sollten Fahrgäste mehr Zeit einplanen.
Deutsche Bahn bestätigt: Kabelsabotage
Nach Angaben der Deutschen Bahn sind die großflächigen Ausfälle des Zugverkehrs in Norddeutschland auf Sabotage zurückzuführen. „Aufgrund der Sabotage von Kabeln, die für den Zugverkehr unverzichtbar sind, musste die Deutsche Bahn heute Morgen den Zugverkehr im Norden für fast drei Stunden einstellen“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Samstag in Berlin Die zuständigen Sicherheitsbehörden hatten die Ermittlungen aufgenommen.
Alles deutet auf Sabotage hin: Verkehrsminister Wissing äußert sich um 14 Uhr
Laut Medien könnte die Störung des Bahnverkehrs in weiten Teilen Norddeutschlands auf Sabotage zurückzuführen sein. Es gebe Hinweise auf Fremdeinwirkung, berichtete die Bild am Sonntag unter Berufung auf Sicherheitskreise. Laut Spiegel-Informationen ist der Ausfall auf eine Unterbrechung der Kabelverbindungen zurückzuführen. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, um festzustellen, ob es sich um gezielte Sabotage oder versehentliche Beschädigung handelte.
Laut Bild wird davon ausgegangen, dass die Kabelverbindungen der Funkanlage gestohlen oder vorsätzlich zerstört wurden. Dazu seien laut Bahnkreisen „gewisse Kenntnisse“ erforderlich. Auf dem vorübergehend ausgefallenen System laufen laut Spiegel sowohl der Sprechfunk zwischen den Leitstellen und den Zügen als auch die digitale Übermittlung der Fahrplandaten. Es ist eine „zentrale Schnittstelle zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur“.
Nahezu der gesamte Zugverkehr in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein war am Samstagmorgen eingestellt worden. Die Bahn sprach von einem “Ausfall des Digitalfunksystems des Zuges”. Die Störung wurde am späten Vormittag behoben und der Zugverkehr wieder aufgenommen. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) kündigte um 14 Uhr eine Pressemitteilung an.
Berichte über mögliche Sabotage: zwei Rettungsleinen durchtrennt
„Mehrere Quellen in den Sicherheitsbehörden sprechen von ersten Anzeichen einer möglichen Sabotage“, schreibt Spiegel-Reporter Matthias Gebauer. Zwei wichtige Kabel für das Kommunikationssystem (GSM-R) wurden an zwei verschiedenen Tatorten durchtrennt. Dann stürzte das ganze System ab.
Neuigkeiten zum #Totalausfall bei der #Bahn: Mehrere Quellen der Sicherheitsbehörden sprechen von ersten Anzeichen einer möglichen Sabotage. 2 wichtige Kabel für das Kommunikationssystem (GSM-R) wurden an 2 verschiedenen Tatorten durchtrennt. Dann brach das ganze System zusammen.
– Matthias Gebauer (@gebauerspon) 8. Oktober 2022
Cyberangriff oder Zugsabotage? Die Bundesregierung prüft den Fall
Die technischen Probleme der Deutschen Bahn werden untersucht und inzwischen behoben. Auf die Frage nach einer möglichen gezielten Störung teilten Sicherheitskreise der Deutschen Presse-Agentur am Samstagmorgen nur mit, dass Ermittlungen im Gange seien und die Ursache noch unbekannt sei.
Die schweren Probleme in Norddeutschland waren laut einer Sprecherin der Deutschen Bahn auf eine Unterbrechung des digitalen Zugfunks GSM-R (Global System for Mobile Communications – Rail) zurückzuführen. „Sie dient der Kommunikation zwischen den Leitstellen, die den Zugverkehr überwachen, und den Zügen und ist damit ein unverzichtbarer Bestandteil für einen reibungslosen Zugbetrieb.“
„ZDF Magazin Royale“: Jan Böhmermann warnte am Freitagabend zuvor
Die Ergebnisse der Ermittlungen zu möglichen Cyberattacken stellte Jan Böhmermann am Vorabend in seiner Sendung „ZDF Magazin Royale“ vor (Video hier). Folglich kann nicht ausgeschlossen werden, dass die kritische Infrastruktur Deutschlands angegriffen werden könnte.
Die Unruhen dauern bis Mittag
Die schwere Zugstörung in Norddeutschland am Samstagmorgen hat nach Unternehmensangaben kaum Auswirkungen auf Reisende in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. „Eigentlich glauben wir das nicht“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Samstagnachmittag. Ausfälle und Verspätungen im Norden sind aufgrund der Funkstörung der Bahn noch bis Mittag möglich, Verbindungen über Halle, Erfurt und Leipzig sind jedoch nicht betroffen.
Dadurch kann es jedoch zu vollen Zügen in der Region kommen. Denn das Unternehmen empfahl Reisenden, die zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen sowie zwischen Berlin und Baden-Württemberg oder der Schweiz unterwegs waren, beispielsweise Verbindungen über Erfurt zu nutzen.
Fernzüge verlassen Hamburg wieder
Nach mehrstündigen technischen Störungen bei der Deutschen Bahn in Norddeutschland ist der Fernverkehr in Hamburg nach dem Nahverkehr wieder aufgenommen worden. Um 10.49 Uhr verließ der ICE 509 nach München über Berlin und Erfurt als erster den Hamburger Hauptbahnhof, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Es war eine halbe Stunde zu spät und es war sehr voll. Die ersten Nahverkehrszüge waren gegen 10 Uhr wieder gefahren. In weiten Teilen Norddeutschlands war der Bahnverkehr seit heute Morgen wegen eines Ausfalls des Digitalfunks der Bahn lahmgelegt.
Störung behoben: Der Zugverkehr läuft wieder
Die schwere Bahnstörung in Norddeutschland ist nach Unternehmensangaben behoben. Dadurch kommt es tagsüber immer noch zu Mängeln…