Heute, Mittwochabend, findet die erste Premiere der „Wiege der Welt“ des diesjährigen Festivals „Europe on Stage“ statt.
Auf dem Programm steht „Coriolanus“, ein wenig aufgeführter Shakespeare, der laut Intendantin Anna Maria Krassnigg „eine der mächtigsten weiblichen und mütterlichen Figuren in seinem Werk“ enthält. Für sie ist “Coriolanus” ein “großartiges Stück über Krieg und Demokratie und wie Macht ausgeübt werden sollte”. Inszeniert wird das Stück über die Geburt des Populismus von der jungen Regisseurin Azelia Opak (28), Absolventin des Reinhardt-Seminars. Das zweite Stück unter der Regie von Uwe Reichwaldt, Strindbergs „Totentanz“, wird am Samstag eröffnet.
Die Tatsache, dass nach der Auswahl des Stücks in der Ukraine ein Krieg ausbrach, bewirkte eine „Fokusänderung für Azelia Opak. Ich benutze auch Musik als Teil der Handlung, sie unterstützt die Sinnlichkeit der Sprache“, sagt er. Strindbergs „Totentanz“ sei „ein psychologisches Kammerspiel über Macht, hat aber auch komische Seiten“, so Anna Maria Krassnigg.
Regisseur Uwe Reichwaldt inszeniert „Totentanz I und II“ gemeinsam als generationsübergreifendes Machtspiel, bei dem die Jungen die Fehler der Alten wiederholen. „Mit ‚Totentanz‘ möchte ich zeigen, dass wir den größten Teil unseres Lebens damit verbringen, uns mit den Konflikten längst verstorbener Menschen auseinanderzusetzen, die eigentlich nichts mit uns zu tun haben.“
Weitere Informationen zum Programm und Tickets für die Vorstellungen, darunter die neuen „Reden“ und die „Salons Royales“, finden Sie auf der Website www.wortwiege.at
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