Mit einem neuen Verfahren lassen sich Erhebungen genauer erkennen. Dies sollte zukünftige Forschungen erleichtern.
Mehrere Satelliten umkreisen derzeit Mond und Mars und senden massenhaft Bilder der Himmelskörper zurück zur Erde. Während die fremden Welten zumindest optisch gut erfasst werden sollen, gibt es noch keine genauen Karten, die auch die Höhenunterschiede zeigen. Aber das ist besonders wichtig für die Raumfahrt.
Anhand von Lasermessungen und Fotografien kann ungefähr bestimmt werden, wie hoch oder tief bestimmte Regionen und Formationen sind, aber dies ist oft nur eine Schätzung. Forscher des Niels-Bohr-Instituts an der Universität Kopenhagen in Dänemark haben nun eine Methode entwickelt, um diese Karten zu erstellen.
Schattenanalyse
Sie verwenden Bilder von Sonden wie dem Lunar Reconnaissance Orbiter (LROC). Die Schatten, die auf den Fotos zu sehen sind, werden berücksichtigt. Schatten weisen auf eine Erhebung hin, deren Höhe jedoch nicht bestimmt werden konnte.
Dazu wurden topografische Daten des Laser-Altimeters (LOLA) verwendet, um Ungenauigkeiten wie Bildrauschen zu beseitigen. Allerdings arbeitet der Höhenmesser in niedriger Auflösung, weshalb es bisher nicht möglich war, genaue Karten damit zu erstellen.
3 Bilder
Slideshow betrachten
© Bild: IrisFernandes / Klaus Mosegaard / Universität Kopenhagen
LROC-Satellitenbilder
© Bild: IrisFernandes / Klaus Mosegaard / Universität Kopenhagen
Laser-Höhenmesser mit niedriger Auflösung
© Bild: IrisFernandes / Klaus Mosegaard / Universität Kopenhagen
Effizient und genau
Wie Forschungsleiterin Iris Fernandes in einer Erklärung erklärt, bestand die größte Herausforderung darin, Daten aus verschiedenen Missionen und mit unterschiedlichen Auflösungen zu kombinieren. Er war in der Lage, eine mathematische Gleichung zu erstellen, die es ihnen ermöglichte, alle Daten erfolgreich zu kombinieren, ohne viel Rechenleistung zu benötigen.
Die Forscher sagen, dass die neue Methode genauer und schneller ist als frühere Versuche. In einem Test mit LROC- und LOLA-Daten konnten sie die Auflösung der Mondkarte von 60 Meter auf 0,9 Meter verbessern. Diese hohe Genauigkeit lässt sich auf alle Himmelskörper anwenden, um deren Topographie zu erfassen. Dazu werden lediglich Aufnahmen von Sonden oder Rovern benötigt. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Planetary and Space Science veröffentlicht.
Unfälle vermeiden
Dies ist besonders wichtig im Luft- und Raumfahrtbereich. Um auf einem Planeten oder dem Mond landen zu können, ist es notwendig, die Beschaffenheit der Umgebung genau zu kennen. Sonst können Raumschiffe nicht sicher landen.
Aber auch nach der Landung ist es wichtig, dass beispielsweise ein Rover so gesteuert wird, dass er nirgendwo hängen bleibt. Dazu ist es wichtig zu wissen, ob es Felsen, Kanten, Schluchten oder Berge gibt und deren Höhe.