Aufgedeckt: 2.000 € Bonus sind eigentlich nur 850 €

20.000 Beschäftigte im Pflege- und Gesundheitsbereich erhalten im Dezember 2.000 Euro. Kritiker sagen jetzt: Es sind eigentlich nur 850 Euro.

Regierung und Land Oberösterreich verkündeten stolz: Pflegekräfte und Pflegekräfte erhalten zusätzlich 2.000 Euro. Diese Bundesvorgabe wurde am Montag vom Land Oberösterreich offiziell auf den Weg gebracht, das heißt bei einer Sitzung im Landtag beschlossen (mehr hier).

Das bedeutet, dass die 20.000 Mitarbeiter das Geld im Dezember mit ihrem Gehalt erhalten.

Doch in die harsche Kritik an der Gewerkschaft mischt sich nun Freude. Christian Jedinger, Landesvorsitzender der Gewerkschaft (die 80 Heime und das Kepler Klinikum vertritt), hat ausgerechnet, wie viel von den versprochenen 2.000 Euro tatsächlich übrig bleibt.

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Scharfe Kritik an Abzügen

Tatsächlich versprach Sozialminister Johannes Rauch (ÖVP) zunächst ein zusätzliches Monatsgehalt für abhängig Beschäftigte. „Dann wurde es auf 2.000 Euro reduziert“, sagte Jedinger „Heute“. Grob, wohlgemerkt.

Davon sollen laut Jedinger rund 460 Euro an Arbeitgeberbeiträgen (zB Rentenbeiträge, Kommunalsteuern) kommen. Außerdem schulden sie knapp 690 Euro für Sozialversicherung und Lohnsteuer. Von den versprochenen 2.000 Euro bleiben nach Berechnungen der Gewerkschaft nur noch 850 Euro übrig.

Dass das Geld jetzt in den Dezember überwiesen wird, ist kein großer Erfolg. „Am Ende hatte das Land Oberösterreich genug Zeit, sie haben vier Monate geschlafen und kaum Fortschritte gemacht“, sagte Jedinger.

Forderung: Geld soll monatlich fließen

Er kritisiert, dass das Geld auf einmal als Gratifikation ausgezahlt wird und nicht regelmäßig mit dem Monatsgehalt. „Andere Bundesländer haben sich zumindest schon für nächstes Jahr entschieden“, sagt er. “Wir fordern einen dauerhaften, monatlichen Pflegebonus.”

Browsing Account Representative Time22.11.2022, 11:52| Veranstaltung: 22.11.2022, 11:52

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