Bewegung im Markt: Ein Drittel der Eigenheimbesitzer möchte seine Hypothek wechseln

Bewegung auf dem Hypothekenzinsmarkt

Ein Drittel der Besitzer möchte das Modell wechseln

Die Hypothekarzinsen sind im vergangenen Jahr erstmals seit langem wieder gestiegen. Das beunruhigt viele Eigentümer, rund ein Drittel denkt über einen Wechsel des Finanzierungsmodells nach. Das sagt eine Comparis-Studie.

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Das Comparis-Hypothekenbarometer zeigt für das vierte Quartal 2022 einen leichten Anstieg der Hypothekarzinsen.

Es sind harte Zeiten für Eigenheimbesitzer. Anfang 2022 stiegen die Hypothekenzinsen erstmals seit Jahren wieder kräftig an: von rund einem Prozent auf 3,5 Prozent im Oktober für eine zehnjährige Festhypothek. Die Verschiebung der Zinssätze aufgrund der hohen Inflation ist der Treiber für steigende Zinsen auf dem Hypothekenmarkt.

Der rasche Anstieg der Hypothekenzinsen veranlasst viele Hausbesitzer, ihre Hausfinanzierungsbücher im vierten Quartal zu überdenken. Das hat eine neue Studie des Vergleichsdienstes Comparis ergeben.

Leichter Anstieg im vierten Quartal

Das letzte Quartal des vergangenen Jahres war geprägt durch den Anstieg der Hypothekarzinsen im Festhypothekenmarkt. Benchmark fünfjährige festverzinsliche Hypothekenzinsen stiegen um 0,26 Prozentpunkte auf 2,79 Prozent von Anfang Oktober bis Ende Dezember, und 10-jährige Hypothekenzinsen stiegen um 0,08 Punkte auf 3,02 Prozent.

Mit dem Zinsentscheid der SNB vom 15. Dezember 2022 erhöhte sich der Saron-Satz um 0,5 Prozentpunkte auf 1 Prozent. „Inklusive der Saron-Benchmark-Marge von 0,96 Prozent ergibt dies eine annualisierte Verzinsung der Saron-Hypotheken von fast 2,0 Prozent“, schreibt Comparis in einer Mitteilung. Anders als Festhypotheken sind Saron Hypotheken an den aktuellen Marktzinssatz gebunden.

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Ein Drittel ist unzufrieden mit der eigenen Hypothek

Comparis hat in seiner Studie herausgefunden, dass 62,6 Prozent aller Eigenheime ausschliesslich mit einer Festhypothek finanziert werden. Weitere 15 Prozent haben eine Mischform aus Festhypothek und Saron. Nur 11 Prozent vertrauen der Hypothek von Saron voll und ganz. Weitere 9 Prozent haben ihr Eigenheim bereits vollständig abbezahlt.

Die großen Turbulenzen auf dem Hypothekarzinsmarkt im vergangenen Jahr haben vielen Menschen Sorgen bereitet. Fast ein Drittel ist laut Umfrage mit der aktuellen Hypothek unzufrieden und erwägt einen Modellwechsel. 13,5 Prozent der Befragten wollen in eine Festhypothek wechseln oder zumindest den Anteil der Festhypothek am Gesamtbetrag erhöhen. Weitere 17,5 Prozent denken darüber nach, in eine Saron-Hypothek zu wechseln oder ihre Saron-Hypothekenzahlung zu erhöhen.

Angst vor noch höheren Zinsen

Schwankungen am Zinsmarkt und allgemeine wirtschaftliche Unsicherheiten lassen die Schweizerinnen und Schweizer zunehmend Angst vor weiteren Zinserhöhungen haben. 26,3 % der Befragten geben an, ihre Hypothekarschulden reduzieren zu wollen. Umgekehrt wollen nur 6,3 Prozent der Eigenheimbesitzer ihre Hypothek weiter erhöhen.

Die Comparis-Studie hat insgesamt 1047 Personen befragt und die Preise von 50 Banken verglichen. Die Preise sind Richtpreise, die als Verhandlungsgrundlage gelten. Die Zinssätze sind tatsächlich normalerweise niedriger, je nachdem, wie Sie verhandeln.

Im Schnitt zahlt man für eine zehnjährige Festhypothek aber nicht 3,02 Prozent Zinsen, sondern nur 2,4 Prozent. Gleiches gilt für andere Laufzeiten und Saron-Hypotheken.

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