Bremens Mobilitätssenator freut sich über den 49-Euro-Ticket-Deal

Standdatum: 9. Dezember 2022.

Bild: Imago | Politische Momente

  • Bund und Länder einigen sich auf die Einführung eines 49-Euro-Scheins.
  • Klärung des vorherigen Diskussionspunkts, Finanzierung.
  • Der Bremer Mobilitätssenator hätte sich eine frühere Einigung gewünscht.

Bremens Verkehrssenatorin Maike Schäfer (Grüne) hält die Einführung des Deutschlandtickets als Nachfolger des Neun-Euro-Tickets für einen vollen Erfolg. Es ist genau richtig, dass der Bund nun die Hälfte der Kosten trägt.

Allerdings kritisiert Schaefer auch den Bund für den späten Deal und sagt, er hätte die Kostenbeteiligungszusage gerne früher gesehen: „Die Bundesländer haben von Anfang an und immer wieder betont, dass sie bereit sind, ihren Anteil an den Kosten zu tragen.“

Schäfer sieht im 49-Euro-Schein „eine echte Entlastung für den Geldbeutel“. Auch Bremer Senatspräsident Andreas Bovenschulte (SPD) lobte den finalen Deal.

Gut, dass jetzt endlich die Voraussetzungen geschaffen sind, damit das Deutschlandticket schnellstmöglich auf den Markt kommen kann. Und gut, dass der Bund im nächsten Jahr die Hälfte der Kosten übernimmt.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

Harmut Bodeit, zuständig für Verkehrspolitik in der CDU-Bundestagsfraktion, begrüßt die grundsätzliche Einigung. „Auch wenn wir uns gewünscht hätten, wir hätten es früher getan“, sagte Bodeit. Ob die Bremerinnen und Bremer qualitativ von dem Ticket profitieren, ist allerdings mehr als fraglich. „Denn die BSAG wird erst im nächsten Jahr wieder in den Regelbetrieb zurückkehren. Bisher wurde nur eine Fahrplanverbesserung angekündigt, aber nicht umgesetzt.“

Der Starttermin ist noch unklar

Die Regierungschefs von Bund und Ländern machten keine konkreten Angaben zum Startdatum des Tickets. Weil sagte, die Note werde “bis Ende des ersten Quartals” 2023 eintreffen. Der Beschluss der Versammlung besagt, dass Bund und Länder die Note “so bald wie möglich im Jahr 2023” verwirklichen wollen. Das 49-Euro-Ticket basiert auf dem beliebten 9-Euro-Sommerticket.

Scholz forderte die Länder und Verkehrsunternehmen auf, “sehr schnell” die Voraussetzungen für die Einführung des Tickets zu schaffen. Die Verkehrsminister der 16 Länder müssten nun „die praktische Umsetzung des Tickets vorantreiben“. Er hoffe, “dass alle mit voller Kraft dabei sind”, sagte die Kanzlerin.

Ministerpräsident Weil, der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, sagte: „Die finanziellen Grundlagen sind gelegt.“ Er äußerte die Hoffnung, dass die Hälfte der Fördermittel von Bund und Ländern in den kommenden Jahren weitergeführt werde.

Weitere Informationen zum 49-Euro-Ticket:

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 8. Dezember 2022, 20 Uhr

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