Corona: Gesundheitsminister Karl Lauterbach infiziert

Politiker der SPD von Deutschland

Gesundheitsminister Lauterbach mit Corona infiziert

Stand: 08:12 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

“Das ist eine problematische Farce”

„Es scheint Lauterbach und Buschmann wichtiger gewesen zu sein, einen gesichtswahrenden Kompromiss zu finden als einen wirklich tragfähigen“, sagt WELT-Politikredakteurin Kaja Klapsa über das neue Infektionsschutzgesetz. Am Ende besteht die Gefahr, dass es zu 3G zurückkehrt.

Hier können Sie sich unsere WELT-Podcasts anhören

Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist Ihre widerrufliche Einwilligung zur Übermittlung und Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich, da die Anbieter der eingebetteten Inhalte als Drittanbieter eine solche Einwilligung benötigen. [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.a. auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem Sie den Schalter auf „on“ stellen, erklären Sie sich damit einverstanden (jederzeit widerrufbar). Dies umfasst auch Ihre Zustimmung zur Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten an Drittländer, einschließlich der USA, gemäß Artikel 49 (1) (a) der DSGVO. Hier finden Sie weitere Informationen dazu. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit über den Schalter und Datenschutz unten auf der Seite widerrufen.

Trotz “äußerster Vorsicht” hat sich Karl Lauterbach mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben seines Ministeriums wurde der Gesundheitsminister viermal geimpft. Ihre Infektionsmeldung enthält eine Warnung.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der 59-Jährige sei am Donnerstagabend positiv getestet worden, teilte sein Ministerium am Freitagmorgen mit. Ihm geht es gut, er hat nur leichte Symptome und nimmt seine Dienstgeschäfte vorübergehend aus der häuslichen Isolation heraus. Nach Angaben seines Ministeriums wurde Lauterbach viermal geimpft.

„Dies zeigt, dass bei der hochansteckenden Omicron-Variante auch bei äußerster Vorsicht eine Ansteckung nicht vollständig ausgeschlossen werden kann“, schreibt das Ministerium. Daher ruft der Minister noch einmal alle dazu auf, sich umsichtig zu verhalten und für einen ausreichenden Impfschutz zu sorgen, damit Infektionen und schwere Verläufe möglichst verhindert werden können. Lauterbach (SPD) warnt immer wieder vor dem Coronavirus und möglicherweise noch auftretenden hochansteckenden Varianten.

Am Mittwoch stellten Lauterbach und Justizminister Marco Buschmann (FDP) ein neues Konzept vor, um Deutschland gegen eine mögliche Herbst-Coronawelle zu wappnen. Der Fokus liegt auf dem Tragen von FFP2- oder medizinischen Masken.

auch lesen

Eine FFP2-Maskenpflicht in Langstreckenzügen und Flugzeugen soll weiterhin landesweit gelten, ebenso eine neue Masken- und Testpflicht in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Die Länder sollten selbst entscheiden, ob sie auch in öffentlich zugänglichen Innenbereichen wie Supermärkten eine Maskenpflicht vorschreiben. An Schulen gilt eine Maskenpflicht nur, wenn der Präsenzunterricht gefährdet ist, und erst ab der fünften Klasse.

Lob und Kritik für das neue Infektionsschutzgesetz

Vertreter von Ärztekammern und Patientenschützern haben die Pläne der Regierung zur Corona-Bekämpfung ab Herbst gelobt und kritisiert. Der Ärztevorsitzende Klaus Reinhardt lobte in der Zeitung der Essener Funke Mediengruppe (Donnerstag), dass Schulschließungen nach Änderungen des Infektionsschutzgesetzes nicht mehr möglich sein sollen. Allerdings fehle es an „klar definierten Kriterien“, wann die medizinische Infrastruktur überlastet zu werden droht. In einem Interview mit dem “RedaktionsNetzwerk Deutschland” (Donnerstag) forderte Patientenanwalt Eugen Brysch einen besseren Schutz für Menschen in Pflegeheimen.

auch lesen

Starke Kritik von Anwälten

Reinhardt sagte den Funke-Zeitungen, das neue Konzept sei ein anderes, an der Verhältnismäßigkeit der Mittel orientiertes „und vor allem endlich mit Rücksicht auf unsere Kinder formuliert“. Es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um sicherzustellen, dass Kitas und Schulen geöffnet bleiben. Wichtig ist, dass künftig bundeseinheitliche Maßnahmen ergriffen werden, wenn gewisse Belastungen für das Gesundheitssystem drohen. „Das heute vorgestellte Konzept ist hier leider noch vage“, kritisierte der Präsident der Bundesärztekammer.

Hier können Sie sich unsere WELT-Podcasts anhören

Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist Ihre widerrufliche Einwilligung zur Übermittlung und Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich, da die Anbieter der eingebetteten Inhalte als Drittanbieter eine solche Einwilligung benötigen. [In diesem Zusammenhang können auch Nutzungsprofile (u.a. auf Basis von Cookie-IDs) gebildet und angereichert werden, auch außerhalb des EWR]. Indem Sie den Schalter auf „on“ stellen, erklären Sie sich damit einverstanden (jederzeit widerrufbar). Dies umfasst auch Ihre Zustimmung zur Übermittlung bestimmter personenbezogener Daten an Drittländer, einschließlich der USA, gemäß Artikel 49 (1) (a) der DSGVO. Hier finden Sie weitere Informationen dazu. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit über den Schalter und Datenschutz unten auf der Seite widerrufen.

„Kick-off Politics“ ist der tägliche News-Podcast der WELT. Das wichtigste Thema analysiert die WELT-Redaktion und die Termine des Tages. Abonnieren Sie den Podcast auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music und mehr oder direkt über den RSS-Feed.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *