Das norwegische Konsortium, das die Öl- und Gasförderung der OMV übernehmen will, nimmt Gestalt an. Konkret haben ein norwegischer mittelständischer Produzent, ein Private-Equity-Fonds und ein Öl- und Gashändler Interesse bekundet, den Großteil der Öl- und Gasförderung (E&P) der OMV zu übernehmen, berichtet der „Courier“. Das Konsortium verspricht die Sicherheit der Gasversorgung in Österreich.
Das Schreiben ist de facto kein Angebot, sondern lediglich eine Absichtserklärung. Dieser trägt die Unterschrift von OMV Vizepräsident Johann Pleininger, der hinter den Kulissen die Fäden gezogen haben soll. Pleininger ist im Vorstand für E&P zuständig, sein Vertrag wird nicht verlängert.
Das Konsortium besteht aus vier Mitgliedern und wird vom norwegischen Öl- und Gasmanager Sverre Skogen geleitet. Derzeit ist er CEO eines kleinen norwegischen Unternehmens namens Mime mit einem Jahresumsatz von rund 35 Millionen Euro im Jahr 2021.
Aker ASA + DNO, eine an der Osloer Börse notierte Holdinggesellschaft, wird ebenfalls als „Big Player“ geführt. Außerdem seien laut dem Schreiben „zwei starke Finanzinvestoren“ mit viel E&P-Erfahrung an Bord: Bluewater, ein großer internationaler Private-Equity-Fonds, und Trafigura, einer der weltweit größten Rohstoffhändler.
Basierend auf einer vorläufigen Due-Diligence-Analyse schätzt das Konsortium, dass 51 Prozent der Explorations- und Produktionssparte von OMV einen Wert zwischen 5,5 und 7 Milliarden US-Dollar haben.