Demonstrationen: Tausende protestieren in der DDR

Deutschland Ostdeutschland

Tausende Menschen protestieren erneut gegen die Politik der Bundesregierung

Stand: 06:28 | Lesezeit: 2 Minuten

Tausende Menschen bei den Protesten in den Städten der DDR

Tausende Menschen demonstrierten in vielen ostdeutschen Städten gegen steigende Energiepreise, die Folgen des Krieges in der Ukraine und Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Vielerorts kamen weniger Teilnehmer als erwartet.

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In der DDR sind am Montag erneut mehrere Tausend Menschen gegen die Russland- und Energiepolitik der Bundesregierung auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Polizei verliefen die meisten Demonstrationen ohne Zwischenfälle.

In vielen ostdeutschen Städten haben am Montagabend erneut Tausende Menschen gegen die Sozial-, Energie- und Russlandpolitik der Bundesregierung demonstriert. Nach Angaben der Polizei in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg verliefen die Proteste friedlich und es kam bis zum Abend zu keinen Ausschreitungen. Vielerorts kamen weniger Teilnehmer als erwartet.

In Wittenberg zählte die Polizei 2.700 Teilnehmer einer Demonstration, zu der unter anderem die rechtsextreme Sezessionspartei “Freies Sachsen” aufgerufen hatte. An einem Aufzug in Halle nahmen laut Polizei 550 Menschen teil, in Magdeburg wurden 600 Demonstranten gezählt.

Im sächsischen Bautzen demonstrierten nach Polizeiangaben rund 1000 Menschen gegen die Regierungspolitik. Der Aufzug lief ohne Zwischenfälle. In einem Fall sei überprüft worden, ob ein Teilnehmer den verbotenen Hitlergruß gezeigt habe, sagte er. Demonstranten hatten ihrem Unmut über Medienschaffende und Polizisten Ausdruck verliehen, die die Pressefreiheit durchgesetzt hatten.

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Nach Angaben eines Sprechers hatte die Leipziger Polizei etwa 700 Teilnehmer und 500 an den Gegenprotesten teilgenommen. Auf den Straßen kam es zu mehreren Sitzblockaden. Der Sprecher versicherte, dass mehrere Beschwerden wegen Nichteinhaltung des Versammlungsgesetzes eingereicht worden seien. Zudem wurde ein Journalist in seiner Arbeit behindert. 600 Menschen demonstrierten im gut 50 Kilometer entfernten Torgau.

In Thüringen schlossen sich Berichten zufolge mehr als 2.100 Menschen den Protesten in den Städten Apolda, Hermsdorf, Kahla, Jena und Weimar an. In Weimar wurden zwei Strafanzeigen wegen Beleidigung und versuchter Körperverletzung gestellt. Auch in Mecklenburg-Vorpommern gab es Proteste, etwa in Rostock. Dort sprach die Polizei von etwa 270 Teilnehmern. Bis zum Abend habe es keine Zwischenfälle gegeben, sagte ein Sprecher.

Auch in Cottbus gingen laut Polizei mehrere hundert Menschen gegen die hohen Lebenshaltungskosten und die Energiekrise auf die Straße. Zwischen 100 und fast 200 Demonstranten versammelten sich in der Nähe.

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