“Der Prozess wird fortgesetzt”: Russland kündigt neue “Referenden” an.

„Der Prozess wird fortgesetzt“ Russland kündigt neue „Referenden“ an.

28.09.2022, 00:51

Gefälschte Referenden in Teilen der Ostukraine werden nicht die letzten gewesen sein, sagt Russlands Botschafter im UN-Sicherheitsrat. Selenskyj bezeichnet die Abstimmungen als „Schein“ und kündigt seinerseits an, die betroffenen Gebiete zu bergen.

Russland erwartet nach Angaben seines UN-Botschafters weitere Referenden in der Ukraine. „Dieser Prozess wird weitergehen, wenn Kiew seine Fehler und strategischen Fehler nicht erkennt und sich nicht von den Interessen seines eigenen Volkes leiten lässt“ und stattdessen blind den Willen derer ausführt, die ihn manipulieren, sagte der russische Botschafter bei der UN, Vasili Nebensia ein Treffen des UN-Sicherheitsrates in New York.

Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Linda Thomas-Greenfield, sagte, sie habe keinen Zweifel daran, dass Russland wieder Scheinreferenden abhalten werde. Schließlich soll Moskau 2014 auf der Krim und neuerdings in der Ostukraine dasselbe getan haben.

In der Ukraine haben die vier von Russland besetzten Gebiete Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja kürzlich Scheinreferenden über den Beitritt zu Russland abgehalten. Die seit vergangenem Freitag insgesamt fünf Tage andauernden Abstimmungen werden weltweit nicht anerkannt, weil sie unter Verletzung ukrainischer und internationaler Gesetze und ohne demokratische Mindeststandards durchgeführt werden. UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete kürzlich eine mögliche Annexion der Gebiete als Völkerrechtsbruch.

Selenskyj kündigt die Rückeroberung der Gebiete an

Trotz der gefälschten Referenden der russischen Besatzer hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Wiederherstellung der betroffenen Gebiete seines Landes angekündigt. „Diese Farce in den besetzten Gebieten kann nicht einmal als Nachahmung von Volksabstimmungen bezeichnet werden“, sagte Selenskyj am Mittwochabend in seiner Videoansprache. “Lasst uns vorangehen und unser Land befreien!”

Zuvor hatten die von Moskau eingesetzten Besatzungsverwaltungen in den östlichen ukrainischen Regionen Donezk und Luhansk sowie in Cherson und Saporischschja im Süden erklärt, dass die dortigen Menschen angeblich für den Beitritt zu Russland gestimmt hätten, einige mit mehr als 99 Personen. Pass-Prozentsatz.

Beobachter hatten auf zahlreiche Fälle hingewiesen, in denen ukrainische Einwohner der besetzten Gebiete zur Wahl gezwungen wurden. In einem nächsten Schritt sollen die von Moskau eingesetzten Besatzungsverwaltungen formell Kreml-Chef Wladimir Putin um die Zulassung auf russischem Territorium ersuchen. Vor Beginn der Scheinreferenden hatte Putin betont, dass die Gebiete dann vollständig unter dem Schutz der Atommacht Russland stünden.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *