“Destroyer: The U-Boat Hunter” – Mal abtauchen

Taktische Füchse können sich nicht mehr nur an Panzern und Schiffen versuchen, sondern dank “Destructor: The U-Boat-Hunter” auch auf U-Booten eingesetzt werden.

“Destroyer: The U-Boat-Hunter” ist ein Spiel, das von Anfang an zeigt, warum es Tutorials gibt. Denn ohne sich die erklärenden Passagen des neuen Titels von Daedalic Entertainment und den Machern Iron Wolf Studio genau angesehen zu haben, versinkt man förmlich im Spiel. „Destructor: The U-Boat-Hunter“ will keineswegs verwässert oder arkadisch wirken, sondern fühlt sich an wie ein knallhartes Simulations-Adventure für Könner. „Today“ hat sich in den Early Access gewagt.

Es ist nicht so einfach, auf Steam in das PC-Spiel einzutauchen, aber die ersten Reaktionen der Spieler sind immer noch positiv, oder vielleicht gerade deshalb. Im Kern ist es eine sehr komplexe Form von “Schlachtschiff”, aber mit aufregenden Verfolgungsjagden und Taktiken, die mitten im Zweiten Weltkrieg angesiedelt sind, anstatt wilder Puzzlespiele. Im Early Access erhalten Spieler zum Start einen Zerstörer der Fletcher-Klasse als neue Waffe.

Detaillierte Ausstattung und tolle Bootsausstattung

Feinde sind schnell ausgemacht: Deutsche U-Boote, die alle Schiffe bedrohen, müssen geortet und eliminiert werden. Davor gibt es aber das mehrminütige Training in Form der erwähnten Tutorials, das den Spielern die Steuerung des Schiffs näher bringt, sowie individuelle und beeindruckend detaillierte Ausrüstung an Bord wie das Ortungssystem. Überhaupt haben sich die Macher viel Mühe gegeben, die Ausstattung des Schiffes realistisch zu gestalten.

Das Spiel selbst ist in zwei Phasen unterteilt. Im ersten navigieren Sie durch die Gewässer und versuchen, Kontrollspuren neben zivilen und militärischen Schiffen zu halten, um so nah wie möglich zu sein, wenn die deutschen U-Boote angreifen. Es ist wichtig, die Route und das Sonar sowie die Routenpläne und Monitore immer zu überwachen und auch auf die Besatzung selbst zu hören, die sich mit Informationen und Bedenken an den Kapitän wendet.

Oftmals noch verworrene Pixel und Glitches im Spiel

Das Spiel belässt es nicht nur bei standardisierten Alibi-Manövern, sondern erlaubt uns, die vielen Instrumente bis ins kleinste Detail zu bedienen, vom modernen Ruder über die riesige Artillerie bis hin zum ganz gewöhnlichen Suchscheinwerfer. Auch hier ist der Detaillierungsgrad positiv überraschend und mir gefällt, wie abwechslungsreich und spannend, selbst einfache Aufgaben an Bord des Kriegsschiffes erledigt werden können. „Destroyer: The U-Boat Hunter“ hat noch viel zu tun.

Das merkt man recht schnell, wenn es um den zweiten Teil des Spiels geht, nämlich das Suchen und Zerstören von U-Booten. Leider erscheint ein Großteil des Wassers (sowie hochdetaillierte Landschaften) immer noch als einheitlicher Pixelbrei und Brei ohne Wolken oder Wetter, und das Wasser ist mit unfähigen oder unzerstörbaren Gegnern bedeckt. Das ist ärgerlich, denn in anderen Bereichen wirkt die Simulation schon deutlich ausgereifter als hier.

Gute Theorie muss erst noch in die Praxis umgesetzt werden

Theoretisch wären die Kämpfe auch sehr spannend; Hoffentlich arbeiten die Hersteller so schnell wie möglich daran. Abwerfbare und tiefengesteuerte Wasserbomben warten ebenso auf ihren Einsatz wie einstellbare Sprengradien, aus Geschwindigkeit und Bewegungswinkel berechenbare Fallweiten und abfeuerbare Waffen. Anfänger werden optional von Hand mit automatischen Systemen gehalten.

Bisher bietet das Spiel drei verschiedene Szenarien, wobei der Kern – der Schutz anderer Schiffe vor U-Booten – derselbe bleibt. Es gibt Unterschiede darin, wie viel Unterstützung unser Schlachtkreuzer bekommt, wie viele Schiffe geschützt werden müssen und wie groß die Wasserbühne ist. „Destructor: The U-Boat Hunter“ könnte ein echtes Simulationsjuwel werden, wenn die Macher vorsichtig sind und den Titel ordentlich aufpolieren.

Nav-Compte rfi Time08.10.2022, 22:41| Veranstaltung: 08.10.2022, 22:41

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