Deutscher Buchpreis: Der Gewinner rasiert sich den Kopf

So begründet die Jury ihre Entscheidung Die Begründung der Jury lautet: „Mit enormer kreativer Energie sucht die nicht-binäre Erzählfigur in Horizon Kims Roman ‚Book of Blood’ nach einer eigenen Sprache. Welche Narrative gibt es für einen Körper, der herkömmliche Vorstellungen von Geschlecht in Frage stellt? Im Mittelpunkt der Erzählung steht die Großmutter selbst, das „Großmeer“ auf Berndeutsch, in dessen Ozean der Junge Kim zu ertrinken drohte und in dem er nun beim Schreiben schwimmt. Die Romanform ist in ständiger Bewegung. Jeder Sprachversuch, von der Plastikszene bis zum Memoirenessay, entwickelt eine Eindringlichkeit und innovative literarische Kraft, die die Jury provozierte und begeisterte.

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