Ernährungstipps für Diabetiker
Diabetes kann sich in verschiedenen Formen und in unterschiedlichen Schweregraden zeigen. Daher gibt es keine allgemeine Diät für Diabetes. Allerdings können Betroffene, aber auch Menschen, die Wert auf eine gesunde Ernährung legen, auf einige Grundsätze achten, die das Essen insgesamt gesünder machen.
Die britische Fachgesellschaft Diabetes UK bietet auf der Website der Einrichtung Ratschläge für eine gesündere Ernährung bei Diabetes. Die Empfehlungen zielen darauf ab, den Blutzuckerspiegel, den Blutdruck und den Cholesterinspiegel zu kontrollieren. Die Tipps können Ihnen auch beim Abnehmen helfen und Ihr Risiko für langfristige Herz-Kreislauf-Probleme verringern.
Unterschiede zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes
Für Menschen mit Typ-1-Diabetes ist es normalerweise wichtiger, auf Zucker oder Kohlenhydrate in der Ernährung zu achten, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Menschen mit Typ-2-Diabetes sind oft übergewichtig, daher ist eine Gewichtsabnahme wichtiger.
Eine gesündere Ernährung hilft in beiden Fällen
Ob Sie Typ-1- oder Typ-2-Diabetes haben, eine gesündere Ernährung kann helfen, die Krankheit zu kontrollieren. Beim Typ-2-Diabetes ist sogar eine vollständige Remission, also eine vollständige Beschwerdefreiheit, möglich.
„Eine gesündere Ernährung ist wichtig für die Behandlung von Diabetes und die Verringerung des Risikos von Diabetes-Komplikationen“, sagt Douglas Twenefour, Ernährungsberater für Diabetes in Großbritannien.
Die folgenden neun Tipps basieren laut Diabetes UK auf Studien mit Menschen mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes.
1. Wählen Sie gesündere Kohlenhydrate
Obwohl alle Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel beeinflussen, hängt das Ausmaß maßgeblich von der Art der Kohlenhydrate ab. Daher sollte darauf geachtet werden, dass die Nahrung hauptsächlich komplexe Kohlenhydrate enthält, die nicht so schnell abgebaut werden und somit den Blutzucker nicht ansteigen lassen. Beispiele hierfür sind
- Vollkornprodukte wie brauner Reis, Buchweizen und Hafer,
- Obst,
- Gemüse,
- Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Bohnen und Linsen,
- Milchprodukte wie ungesüßter Joghurt und Milch.
Außerdem sollten kohlenhydratreiche Lebensmittel, die zudem arm an Ballaststoffen sind, so weit wie möglich vermieden werden. Beispiele sind Weißmehlprodukte wie Weißbrot, weißer Reis und stark verarbeitete Getreideprodukte wie Kekse, Gebäck und Kuchen.
„Wenn Sie sich nicht sicher sind, sehen Sie auf dem Lebensmitteletikett nach, wie viel Ballaststoffe es enthält“, raten die Experten von Diabetes UK.
2. Essen Sie weniger Salz
Ein hoher Salzkonsum kann Ihr Risiko für Bluthochdruck erhöhen, was wiederum Ihr Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfälle erhöht. Menschen mit Diabetes haben bereits ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, daher sollten sie ihr Risiko durch eine Diät nicht weiter erhöhen.
Als tägliches Maximum empfiehlt Diabetes UK, maximal sechs Gramm Salz pro Tag zu sich zu nehmen, was ungefähr einem Teelöffel entspricht. Verarbeitete Lebensmittel enthalten oft große Mengen an Salz. Überprüfen Sie beim Einkaufen auf dem Etikett, wie viel Salz in einem Produkt enthalten ist.
Wer selbst kocht, sollte das Salz durch andere Kräuter und Gewürze ersetzen. Auch Salbei, Rosmarin, Koriander und Petersilie bieten zum Beispiel intensive Aromen.
3. Reduzieren Sie rotes und verarbeitetes Fleisch
Laut Fachgesellschaft sollten Diabetiker den Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch reduzieren. Produkte wie Schinken, Speck, Würste und Würste enthalten oft große Mengen an Salz.
Darüber hinaus haben mehrere Studien den Verzehr von rotem Fleisch mit einem höheren Risiko für Herzprobleme und bestimmte Krebsarten in Verbindung gebracht. Gute Alternativen zu roten Fleischprodukten sind zum Beispiel
- Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen,
- Eigentümer,
- Fische,
- Geflügel,
- ungesalzene Nüsse.
Vor allem Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen sind ein hervorragender Fleischersatz, da sie sehr ballaststoffreich sind und den Blutzuckerspiegel nicht so stark beeinflussen. Außerdem sorgen sie wie Fleisch für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl.
Auch fetter Fisch wie Lachs oder Makrele ist eine hervorragende Alternative zu Fleisch. Das liegt daran, dass Fisch reich an Omega-3-Fettsäuren ist, die nachweislich zum Schutz des Herzens beitragen. Diabetes-Experten in Großbritannien empfehlen daher zwei Portionen Fisch pro Woche.
4. Essen Sie mehr Obst und Gemüse
Obst und Gemüse sind reich an Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen, die der Körper braucht, um gesund zu bleiben. Obst enthält zwar auch natürlichen Zucker, dieser ist aber laut Fachgesellschaft nicht mit raffiniertem Zucker gleichzusetzen.
Essen Sie in der Regel täglich mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse, wobei der Schwerpunkt auf Gemüse liegt, zum Beispiel drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst. Obst sollte im Ganzen und nicht als Fruchtsaft verzehrt werden.
5. Achten Sie auf gesunde Fette
Fette sind gute Energielieferanten. Aber die Fette, die wir essen, haben unterschiedliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Als allgemeine Regel sollten ungesättigte Fette bevorzugt und gesättigte Fette begrenzt werden. Gesunde Fette sind enthalten
- Trockenobst,
- zusammen,
- Avocados,
- öliger Fisch,
- Olivenöl,
- Rapsöl,
- Sonnenblumenöl.
Einige gesättigte Fette tragen zur Erhöhung des Cholesterinspiegels bei und erhöhen somit das Risiko von Herzproblemen. Einige Beispiele für Lebensmittel mit hohem Gehalt an gesättigten Fettsäuren sind
- rotes und verarbeitetes Fleisch,
- Butter,
- Schmalz,
- Kekse,
- Kuchen,
- Kuchen,
- Konditorei
6. Zucker reduzieren
Auf zugesetzten Zucker sollte möglichst verzichtet werden. Das kann anfangs schwierig sein, da Zucker in so vielen Produkten enthalten ist, dass wir uns von Kindesbeinen an an den süßen Geschmack gewöhnt haben.
Ein guter Anfang, um Zucker zu reduzieren, ist der Verzicht auf zuckerhaltige Getränke. Anstelle von Limonade, Softdrinks, Energydrinks und Fruchtsäften sollten Sie vor allem Wasser, Tee oder Kaffee ohne Zucker trinken.
Werden zur Behandlung einer akuten Hypoglykämie zuckerhaltige Getränke eingesetzt, sollte natürlich nicht darauf verzichtet werden. Gegebenenfalls sollte dies mit einem Arzt besprochen werden.
7. Wählen Sie bessere Snacks
Die kleinen Dinge, die wir zwischen den Mahlzeiten essen, sind oft besonders ungesund. Anstelle von Chips, Keksen und Schokolade bietet man besser gesündere Snacks wie Joghurt, ungesalzene Nüsse, Samen, Obst und Gemüse an.
8. Begrenzen Sie den Alkoholkonsum
Alkohol ist kalorienreich und kann Sie am Abnehmen hindern. Wer auf den gelegentlichen Genuss von Alkohol nicht verzichten möchte, sollte Rauschtrinken vermeiden und den Konsum über mehrere Tage auf kleine Mengen beschränken. Außerdem senkt Alkohol den Blutzuckerspiegel, was eine Hypoglykämie fördert.
9. Bevorzugen Sie Mineralien und Vitamine in der Nahrung
Nahrungsergänzungsmittel liegen voll im Trend. Die Experten von Diabetes UK betonen jedoch, dass es immer am besten ist, Ihre Nährstoffe aus einer ausgewogenen Ernährung zu beziehen, insbesondere wenn kein medizinisch diagnostizierter Mangel vorliegt.
Menschen mit Diabetes nehmen oft Medikamente ein. Einige Nahrungsergänzungsmittel können mit Medikamenten interagieren oder deren Wirkung schwächer oder wirksamer machen, was zu Komplikationen wie Nierenerkrankungen führen kann. (b)
Autor und Informationsquelle
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Dieser Text entspricht den Anforderungen der medizinischen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien und aktuellen Studien und wurde von medizinischem Fachpersonal geprüft.
Autor:
Diplom-Lektor (FH) Volker Blasek
Quellen:
- Diabetes UK: 10 Tipps für gesunde Ernährung bei Diabetes (Abruf: 13.10.2022), diabet.org.uk
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und sollte nicht zur Selbstdiagnose oder Behandlung verwendet werden. Sie kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.