Die Passage, die seit mehr als 2000 Jahren unter Eis lag, taucht wieder auf

Gletscher verlieren zu viel Dicke

Der Zanfleuron-Pass taucht nach mehr als 2000 Jahren wieder auf

Die beiden Gletscher, Scex Rouge und Zanfleuron, haben so viel Dicke verloren, dass der vor 2000 Jahren begrabene Zanfleuron-Pass darunter wieder zum Vorschein kam.

Im Bereich des Gletschers 3000 taucht der Zanfleuron-Pass wieder auf, der mehr als 2000 Jahre unter dem Gletschereis begraben war. 2012 wurde dort eine Eisdicke von 15 Metern gemessen.

Die Gletscher Scex Rouge und Zanfleuron, die den Pass trennen, haben in diesem Jahr dreimal so viel Dicke verloren wie im Durchschnitt der letzten 10 Sommer, sagte Glacier 3000 am Donnerstag.Der Pass wird bis Ende September vollständig eisfrei sein.

Der Zanfleuronpass, ein dünner Landstreifen zwischen den Kantonen Waadt und Wallis auf 2.800 Metern Höhe, ist schätzungsweise seit mindestens 2.000 Jahren vereist, wahrscheinlich noch länger, mindestens seit der Römerzeit. Ob sich die Passage tatsächlich während der letzten Zwischeneiszeit vor etwa 6000 Jahren unter dem Eis befunden hat, lässt sich laut Glaziologe Mauro Fischer von der Universität Bern nicht ohne weitere Forschung sagen.

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Der Gletscher wird sich wahrscheinlich in Meer verwandeln

In naher Zukunft werden die Änderungen auch die Nutzung des Gletschers für den Schneesport erheblich beeinflussen, schreibt Glacier 3000. Ursprünglich hätten Skifahrer den Zanfleuron-Gletscher bis zum Sessellift am Fuße des Scex-Rouge-Gletschers befahren können zur gleichnamigen Seilbahnstation.

Nun, da der Pass die beiden Gletscher trennt, würden Überlegungen angestellt, wie die bestehende Infrastruktur angepasst werden könnte, wurde Glacier 3000-Sesselbahndirektor Bernhard Tschannen in der Mitteilung zitiert. An der Stelle des Scex-Rouge-Gletschers wird sich voraussichtlich in den nächsten 10 bis 15 Jahren ein natürlicher See bilden. Es soll eine Tiefe von etwa zehn Metern und ein Volumen von 250.000 Kubikmetern haben. (SDA/chs)

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