Der Karlsteiner Theaterverein setzte am Wochenende wieder ein Lebenszeichen. Da eine Theateraufführung mangels Vorbereitungszeit nicht möglich war, entschied man sich, an zwei Abenden lustige Szenen zu drehen.
Obmann Christian Bauer und Regisseur Harald Rinder konnten ein engagiertes Team aus jungen und etablierten Schauspielern gewinnen. Überraschend war, dass trotz der unterschiedlichen Spielerfahrungen keiner der Darsteller schauspielerisch unterdurchschnittlich ausfiel und somit ein solides Ensemble zu sehen war. Dazu beigetragen hat wohl auch der Regisseur Harald Rinder, dessen Leidenschaft für die Bühne eine gewisse Sogwirkung hatte.
Harald Böhm und Sylvia Schuh diskutieren in einer Loriot-Szene über das perfekt gekochte Ei.
Foto: Gerald Muthsam
Er selbst sieht den Begriff Direktor etwas zu hoch gegriffen. Er hat einfach gerne das letzte Wort, wie er selbstironisch betonte. Auf jeden Fall wurde mit großer Freude gespielt und die Besucher konnten einen unterhaltsamen Abend erwarten. Geboten wurde ein Medley aus verschiedenen kurzen Szenen. Auch Loriot hatte seinen Platz, ebenso wie Szenen mit klassischen Kommunikationsschwierigkeiten.
Aber auch die nonverbale Box wurde berührt. Ein wortloses Spiel zwischen zwei verschiedenen Paaren fand ein überraschendes Ende, und die Schlussnummer basierte auf einem rhythmischen Händeklatschspiel. Die Playback-Nummer „Catch the Light“ von Karel Gott sorgte für viele Lacher. Die Idee, die Schauspieler wie Katzen den roten Lichtpunkt eines Laserpointers einfangen zu lassen, war originell. Ungewöhnlich war auch die Aufführung von „Aschenputtel“ im Stil eines Puppentheaters. Hier lachte der hübsche Prinz. Wie eingangs erwähnt, war es ein gelungener Abend, der Lust auf ein baldiges Theaterstück gemacht hat.
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