Die Substanz im Hibiskus könnte die Alzheimer-Krankheit lindern

Durch die Untersuchung der Immunzellen des Gehirns (Mikroglia) fand ein Forscherteam heraus, dass Gossypetin die Aktivität von Genen hemmt, die chronische Entzündungsreaktionen fördern. Es fördert auch die Fähigkeit der Zellen, Abfallprodukte aus ihrer Umgebung zu beseitigen.

In Versuchen mit an Alzheimer erkrankten Mäusen konnte Gossypetin diese Zellen dazu anregen, die für Alzheimer typischen klumpigen Strukturen im Gehirn abzubauen. Dadurch verbesserte sich die mentale Fitness der Tiere, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt „Alzheimer’s Research & Therapy“: Eine dreimonatige Behandlung mit Gossypetin machte das Gedächtnis der Mäuse so stark beschäftigt, dass es fast wieder auf Normalniveau zurückkehrte. Gleichzeitig waren die Beta-Amyloid-Ablagerungen deutlich zurückgegangen. Basierend auf ihren Ergebnissen hoffen die Forscher, dass Hibiscus Gossypetin zur Entwicklung eines sicheren und erschwinglichen Medikaments für Menschen mit Alzheimer beitragen wird.

Bei der Alzheimer-Krankheit werden Beta-Amyloid- und Tau-Proteine ​​im Gehirngewebe abgelagert. Mikroglia sammeln diese Gruppen, um das Gehirn zu schützen. Geschieht dies jedoch ständig in großen Mengen, erschöpfen sich die Zellen. Dies führt zu einer chronischen Entzündungsreaktion und Nervenzellschädigung, was zu geistigem Verfall führt.

Was: DOI 10.1186/s13195-022-01096-3

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