“konzentriert”
In Österreich gibt es nur wenige Betriebe, die Wolle verarbeiten. Zum einen die Wollwerkstatt in Texing (Kreis Melk). Dank österreichischer Lieferanten sind sie unabhängig von globalen Lieferketten.
08.10.2022 07.53
Online seit heute, 7.53 Uhr
Firmeninhaberin Hanna Alber hat vor einem Jahr die Wollwerkstatt, in der Steppdecken und Matratzen hergestellt werden, von ihrem Vater übernommen. Sie blickt positiv in die Zukunft. „Seit Jahren beobachten wir bei Verbrauchern einen starken Trend zu natürlichen Materialien“, sagt der 41-Jährige. Regionalität spielt bei der Produktion eine wichtige Rolle. 700 Schafhalter, hauptsächlich aus Niederösterreich, Tirol und Salzburg, beliefern den Betrieb. „Wir können unabhängig von internationalen Lieferketten arbeiten und kontinuierlich produzieren. Dank dieser gelebten Regionalität müssen wir nicht auf Lkw-Züge aus dem Ausland warten“, sagt der Unternehmer.
„Im Fokus“: Die Wollwerkstatt setzt auf Regionalität
In Österreich gibt es nur wenige Betriebe, die Wolle verarbeiten. Zum einen die Wollwerkstatt in Texing (Bezirk Melk) in Niederösterreich. Mit österreichischen Lieferanten sind Sie unabhängig von globalen Lieferketten.
Das Unternehmen hat sechs Näherinnen, die Bettwaren wie Steppdecken, Matratzen oder Sitzkissen herstellen. Viele von ihnen können auf eine langjährige Berufserfahrung zurückblicken. „Man muss genau hinschauen, weil sie sehr schnell arbeiten. Manche unserer Mitarbeiter sind schon seit 40 Jahren bei uns, seit der Firmengründung“, erklärt Hanna Alber.
Abrechnung mit Bauern über “Wollkonto”
Der Herbst ist die Hauptproduktionszeit. Die Matratzen, Steppdecken oder Kissen werden von Hand gefertigt. Knapp 100 Tonnen Rohwolle werden jährlich von den Schneiderinnen des Unternehmens verarbeitet. Die verschiedenen Produkte werden nicht nur im Einzelhandel verkauft, denn die Bauern werden über ein „Wollkonto“ abgerechnet.
ORF Lieferungen von 700 österreichischen Bauernhöfen werden über ein “Wollkonto” abgerechnet.
„Je nachdem, wie viel Wolle Sie uns schicken, wird der Betrag auf ein Wollkonto eingezahlt. Diese können sie gegen fertige Produkte eintauschen, die sie dann selbst ab Hof verkaufen können“, sagt der 41-Jährige. Für die Unternehmerin spielen Nachhaltigkeit und Regionalität eine grundlegende Rolle und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, sagt sie.