Eching: Tobias D. Wahrscheinlich tot: Beispiellose Suche nach Vermissten

Der seit Freitag vermisste Tobias D. aus Eichenried ist vermutlich tot. Am Dienstagabend wurde im Echinger See eine tote Person gefunden, höchstwahrscheinlich der 25-Jährige, der nach der „Brass Wiesn“ vermisst wurde. , teilte das Polizeipräsidium Nordoberbayern kurz nach 21 Uhr mit.

Laut Pressemitteilung wurden Rettungsschwimmer gegen 18.45 Uhr über einen leblosen Jugendlichen informiert, der im See trieb. Die Schwimmer brachten ihn an Land, bevor der Rettungsdienst eintraf. Dort konnte der Notarzt nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Aussehen, Kleidung und persönliche Gegenstände des Toten stimmen laut Polizei mit der Beschreibung des seit Freitag vermissten Tobias D. überein. Die Kriminalpolizei Erding hat die Ermittlungen zur Klärung der Todesursache übernommen.

Den ganzen Dienstag über suchten Freunde, Freiwillige und ein Großaufgebot der Polizei in einer beispiellosen Aktion weiter nach dem 25-jährigen Tobias D.. Der junge Mann verschwand am Freitag nach einem Besuch auf der Echinger Brass Wiesn spurlos. Inzwischen sind die Hilferufe auf den Social-Media-Kanälen flächendeckend explodiert, Millionen von Menschen haben die Suchaufrufe geteilt. Allein am Montag hatten sich rund 500 private Helfer vor Ort versammelt. Am Dienstag durchkämmten 70 Polizisten den Campingplatz und das Seeufer. „Wir nehmen jeden Stein“, sagte Andreas Aichele, Sprecher des Polizeipräsidiums Nordoberbayern, am Dienstag bei einer Presseveranstaltung. Doch die Suche nach Tobias D. blieb zunächst erfolglos.

Die Zahl der Follower auf Instagram und Tiktok wuchs von Minute zu Minute

Der Mann aus Moosinning, Kreis Erding, war am Freitagabend mit Freunden auf der Echinger Blechbläser-Wiesn, seitdem fehlt jede Spur von ihm. Seine Freunde hatten ihn gegen neun Uhr abends aus den Augen verloren, und der Telefonkontakt brach kurz darauf ab. Er wurde am Samstagmorgen als vermisst gemeldet.

Nach einer umfangreichen Suche durch Polizei und private Helfer postete die Freundin der 25-Jährigen, Anna Milena Lux, am Montag fünf Fotos der vermissten Person auf Instagram – der Post erhielt am Dienstag rund 75.000 Likes und mehr als 1.500 Kommentare. Morgen Sein Account, dem einst nur wenige hundert Menschen folgten, hat mittlerweile fast 70.000 Follower. Jede Minute kamen weitere hinzu. Tiktokerin Charlotte Schüler, eine Freundin der vermissten Person, hatte damals sieben Videos auf Tiktok hochgeladen. Die am häufigsten angeklickten hatten 2,1 Millionen Aufrufe.

Mit tränenden Augen und zittriger Stimme filmte sie sich selbst und bat ihre Follower um Hilfe. Ihr erster Satz lautet fast immer „Bitte nicht weiter scrollen, hier die wichtigsten Infos zu Tobi“ oder „Nicht weiter scrollen, wenn du aus München und Umgebung kommst“. Hintergrund des Videos war immer ein Foto von D., der in traditioneller Tracht in die Kamera lächelt. „Die neue Theorie ist, dass er während des Sturms am Freitag in die Stadt gegangen ist und vielleicht Schutz gesucht hat und nicht mehr herauskommt“, sagte der Student in einem seiner Videos. Sie forderte die Bürger von Echinger auf, Privateigentum zu überprüfen, Hütten oder Scheunen zu durchsuchen, vergeblich, wie wir heute wissen.

Einer der Beiträge wurde mehr als 16.500 Mal geteilt

Auch die Freundin von D, Anna Milena Lux, postete regelmäßig Aufrufe für die Suchkampagne und neue Informationen in ihrer Instagram-Story und führte Suchanrufe an TV-Kameras durch. Lux teilte am Samstag um 15:12 Uhr erstmals eine Vermisstenmeldung auf Facebook. Sie berichtete acht Mal darüber, postete Bilder von Such-Sitemaps und Informationen über ihren Freund. Einer der Beiträge wurde mehr als 16.500 Mal geteilt.

Polizeisprecher Andreas Aichele stand am Dienstagmorgen vor seinem Auto im halb demontierten Backstage-Bereich des Festivals und deutete vor einer Menge Reportern auf die Motorhaube. Darauf war eine farbige Karte der Umgebung geklebt: blau für den See, grün für die Büsche und braun für den großen Campingplatz.

Das Gelände rund um das Festgelände der Brass Wiesn sei erneut abgesucht und auf dem Campingplatz „jeder Stein einzeln gedreht“ worden, sagte Aichele. Bereitschaftspolizei und Einsatzkräfte aus Nürnberg und München, insgesamt etwa 70 Polizisten waren im Einsatz. Auch der Küstenbereich des Sees wurde am Dienstag intensiv abgesucht. Es müsse ausgeschlossen werden, dass der 25-Jährige da liege, vielleicht “in einer ungünstigen Lage”, sagt Aichele. “Wir wollen sicher sein: Er kann nicht hier sein.” Derselbe See sei bereits mit dem Hubschrauber abgesucht worden, mit sehr guten und sehr tiefen Bildern, sagte Aichele. Doch leider fehlte der Verbleib von Tobias D., bis er von Schwimmern gefunden wurde. Aicheles Hoffnung, dass die vermisste Person an diesem Nachmittag lebend gefunden würde, erfüllte sich nicht.

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Am Dienstag gegen acht Uhr morgens trafen Polizeiautos auf dem Campingplatz Brass Wiesn ein.

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Die Bereitschaftspolizei durchsuchte das Gelände gründlich in einer langen Kette, ohne Erfolg.

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Auch auf dem Parkplatz am nahe gelegenen Hollerner See hatten Helfer einen Stützpunkt aufgebaut.

(Foto: Marco Einfeldt)

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