Veröffentlicht am 18. Dezember 2022, 05:39
Ecke St. Gallen: Ein Mann (60) greift Blitzer und sogar die Polizei mit Steinen an
Ein Mann (60 Jahre alt) hat innerhalb einer Woche viermal einen Blitzer beschädigt. Beim vierten Mal wurde er von der Polizei erwischt. Er warf einen Stein auf zwei von ihnen. Die Fakten kommen dem Mann nun teuer zu stehen.
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Ein Blechpolizist wurde mehrfach beschädigt (Symbolbild).
20min/Michael Scherrer
An der halbstationären Anlage entstand ein Schaden von 6000 Franken (Symbolbild).
20 Minuten/Simon Glauser
Blitzer werden immer wieder von Vandalen getroffen. Dieser Basler Blitz wurde mit gelber Farbe besprüht.
20 Minuten/Oliver Braams
Das ist es, worum es geht
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Im Sommer 2021 gab es eine halbstationäre Geschwindigkeitsmessanlage auf einer Straße in der Ecke St. Gallen
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Anscheinend zum Leidwesen eines Mannes, der in der Nähe des provisorischen Standorts des Radars wohnt.
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Er zerstörte wiederholt die Anlage.
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Deshalb wurde er wegen Sachbeschädigung verurteilt.
Im Sommer wurde in einer Strasse im Norden des Kantons eine halbstationäre Messanlage der Kantonspolizei St. Gallen zur Geschwindigkeitsmessung installiert. Doch die Arbeit der „Blechpolizei“ wurde mehrfach massiv behindert. Ein 60-jähriger Einheimischer zerstörte das System viermal. Gemäss Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Sant Gallen hat er mit einem Stein den Sucher der Kamera und das Blitzfenster zerschlagen. Es entstand jeweils ein Schaden von 1500 CHF.
Einen Stein von 1,5 Kilo geworfen
Beim vierten Mal wurde der Mann jedoch von drei Polizisten beobachtet. Dann rannten sie auf die Vandalen zu und riefen „Halt, Polizei!“. Doch das nützte nichts: „Der Angeklagte bog nach links in Richtung Polizei ab, blickte die Polizisten an, hob den rechten Arm und warf bewusst den 1,5 Kilo schweren Stein, den er mit der rechten Hand und absichtlich scharf hielt in Richtung zwei Polizisten, die ausweichen konnten, so dass der Stein auf der gegenüberliegenden Straßenseite krachte”, heißt es im Strafbefehl der Staatsanwaltschaft von Sant Gal.
Er fuhr das Auto mit 1,32 Promille
Sein Verhalten bringt den Mann nun in ernsthafte Schwierigkeiten, zumal er früher am Abend, kurz vor seiner vierten Vandalismus-Aktion, betrunken gefahren ist. Es hatte mindestens 1,32 Promille Intus. Kürzlich verurteilte die Staatsanwaltschaft den 60-Jährigen wegen mehrfacher Sachbeschädigung, Gewalt gegen Beamte und anderer Delikte zu einer bedingten Geldstrafe von 110 Tagessätzen à 220 Franken (24’400 Franken). Diesen Betrag muss er aber nur zahlen, wenn er innerhalb von zwei Jahren eine weitere Straftat begeht. Dafür muss er eine Busse von 4700 Franken bezahlen. Tut er das nicht, muss er für 47 Tage ins Gefängnis. Zu der Busse kommen Gebühren und Kosten von rund 2850 Franken hinzu. Zudem wird die Polizei voraussichtlich eine Entschädigung von 6000 Franken fordern. Dem Mann drohen deshalb Rechnungen von über 13’500 Franken. Gegen den Bußgeldbescheid kann noch Rechtsmittel eingelegt werden.
Er schaltete den Blitzer mit Gas aus und wieder ein
Von Zeit zu Zeit kommt es vor, dass Blitzer von Vandalen getroffen werden. Im Sommer 2019 fing in Basel sogar ein Blechpolizist Feuer. „Nach 2896 Fotos leuchtete diese Kamera auf“, titelte damals 20 Minutes. Später wurde das gleiche Gerät mit einem Farbwechsel von Grau auf Gelb „umgestaltet“.
Auch in Lütisburg SG wurde einmal ein Blitzer gezündet. Im Dezember 2018 wurde die halbstationäre Anlage mit einem Brandbeschleuniger übergossen und fing Feuer. Die Feuerwehr schritt ein und löschte das Feuer. Polizeisprecher Hanspeter Krüsi sagte damals, dass es immer wieder zu Vandalismus an Radaranlagen gekommen sei. „Meistens finden wir die Täter“, warnte er mutmaßliche Vandalen. Diese Handlungen seien “absolut nutzlos”. Krüsi: „Die gehen zu Lasten des Steuerzahlers und in ein paar Wochen ist die Kiste trotzdem wieder da.“
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