Entdeckung eines Asteroiden 1852 Hermann Goldschmidt und der Asteroid Rosetta

Asteroid Lutetia, fotografiert von der Rosetta-Sonde, entdeckt von Hermann Goldschmidt. (ESA) (ESA)

Der aus Frankfurt am Main stammende Goldschmidt war kein professioneller Astronom, aber er begeisterte sich für den Himmel. Seine Beobachtungen machte er hauptsächlich vom Oberlicht seiner Wohnung aus.

Mit 14 Entdeckungen war Hermann Goldschmidt Mitte des 19. Jahrhunderts für mehrere Jahre der erfolgreichste Asteroidenbeobachter überhaupt.

Atemberaubende Nahaufnahmen

Der Maler hat auch zahlreiche schöne Himmelsphänomene wie Sonnenfinsternisse und Kometen festgehalten. Aber er sah seine Asteroiden in Teleskopen nur als Lichtpunkte.

Jetzt gibt es atemberaubende Nahaufnahmen von Lutetia: 2010 flog die Raumsonde Rosetta in etwas mehr als 3.000 Kilometern Entfernung vorbei und fotografierte Krater und Berge.

Der Asteroid Paris (ESA)

Experten kombinieren diese Daten mit Beobachtungen von der Erde. Es wird gezeigt, dass die spektralen Eigenschaften der Oberfläche von Lutetia denen von Meteoriten ähneln, die das Mineral Enstatit enthalten.

Es wird angenommen, dass sich diese Körper ziemlich nahe an der Sonne gebildet haben und einst Teil des Rohmaterials von Merkur, Venus und Erde waren. Aber Lutetia, die einen Durchmesser von etwa hundert Kilometern hat, verschmolz nicht mit einem der Haufenplaneten.

Stattdessen steuerte er die weiteste Umlaufbahn zwischen Mars und Jupiter an, wo er noch heute die Sonne umkreist und wo er von Hermann Goldschmidt entdeckt wurde.

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