Fall Pilnacek-Fuchs: Riecht nach Fehleinschätzung

Sowohl das Landesgericht Innsbruck als auch das Oberlandesgericht Wien haben den gleichen Fall falsch eingeschätzt. Die Wiener Absolution hat noch mehr zu bieten.

Die Strafjustiz hat ein Problem. Aufgrund eines Vorfalls wurden zwei Urteile gefällt, die einander diametral gegenüberstehen. Was vorerst bleibt, ist ein suspendierter, aber (endgültig) freigesprochener Abteilungsleiter und ein (nicht rechtskräftig) verurteilter, aber nicht suspendierter Leiter der Staatsanwaltschaft Wien.

Es geht also um das Verraten eines Geheimnisses, dessen Verrat der vorläufig suspendierte Christian Pilnacek und der Oberstaatsanwalt Johann Fuchs vorgeworfen werden. Wir konzentrieren uns darauf und lassen die anderen, nicht unerheblichen Vorwürfe gegen die beiden Spitzenvertreter der Strafjustiz beiseite: zum Beispiel den inakzeptablen Stil, den Pilnacek in seinen vermeintlich vertraulichen Gesprächen verwendete, den Verdacht, Informationen an andere weitergegeben zu haben Strafverfahren oder die angebliche Falschaussage vor der Kommission U, für die Fuchs am Mittwoch auch in Innsbruck in erster Instanz verurteilt wurde.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *