1/6
Am 3. November droht bei der außerordentlichen Generalversammlung der Totalabriss.
Der Streit auf höchster Ebene beim FC Luzern geht in die nächste Runde. Wie der Blick mitteilt, findet am 3. November eine ausserordentliche Generalversammlung der FCL Holding AG statt. Das hat der FC Luzern nun bestätigt.
Die ausserordentliche GV findet in der Business Lounge der Swissporarena im Anschluss an die für denselben Nachmittag anberaumte ordentliche GV der FC Luzern-Innerschweiz AG (FCLI) statt. Und dann fliegen in letzter Minute die Fetzen. Denn die Agenda hat alles.
Beinhaltet den Punkt: „Entlassung des Vorstandes“. Medien: Dem Gesamtvorstand um Vorsitzenden Stefan Wolf wird mit der Abstimmung gedroht. Ein weiterer Tagesordnungspunkt wird dann die Wahl eines neuen Vorstandes sein. Wie die «Luzerner Zeitung» schreibt, soll diese künftig nur noch aus Bernhard Alpstaeg bestehen.
Der gewöhnliche FCLI-GM wird wahrscheinlich zur Farce verkommen. Schließlich sind es die gleichen Personen, die Teil dieses Verwaltungsrats sind, über die wenig später von Alpstaeg persönlich abgestimmt werden muss.
Zur drohenden Explosion und ihren Plänen will sich Alpstaeg nicht auf einen Blick äußern. I: Entsprechend der unübersichtlichen Lage des FCL lässt er sogar offen, ob er am 3. November persönlich vorgestellt wird.
Alpstaeg hätte freie Bahn
Setzt sich Alpstaeg durch, hätte sie auch auf operativer Ebene das alleinige Wort. Und er könne die Geschäftsführung inklusive sportlichem Leiter nach eigenem Gusto zusammenstellen und frei über weitere Mitarbeiter entscheiden.
Zuletzt sorgte Alpstaeg im Sonntags-Blick-Interview mit verheerenden Äußerungen für Aufsehen. Er ließ Sportdirektor Meyer und Präsident Wolf kein gutes Haar: „Sie sind nicht demütig genug, noch aktiv genug, noch bescheiden genug. Man muss arbeiten lernen.” Die Kritisierten schweigen lange, wissen aber, dass der Rest der Führung und die Fans klar hinter ihnen stehen.
Klar ist: Im Falle eines Totalabrisses sollte Alpstaeg schnell einen neuen Plan aufstellen. Erstens würde er wahrscheinlich Daniel Schrecker zurückholen, seinen zukünftigen Schwiegersohn, der von der derzeitigen Geschäftsführung vorübergehend freigestellt wurde. Bis zu seiner Entlassung aus dem FCL arbeitete er unter anderem als „Innovationsmanager“.
Welche Rolle Alpstaeg für Schrecker spielen würde, ist völlig offen. Auf die Frage, ob er ihn als nächsten Sportdirektor des FCL sehe, verneinte der Swissporpatron gegenüber SonntagsBlick zunächst: «Nein. Er mag Fussball, aber ich sehe ihn nicht als Sportdirektor.»
Genauere Vorstellungen hat Alpstaeg, wenn es um seine Tochter Giulia geht. Er sieht sie in einer Führungsposition beim FCL: „Wenn sie sagt: ‚Papa, ich will das machen‘, dann finden wir einen Weg. Aber zuerst müssen Sie sich mit Swisspor und unseren 40 Werken vertraut machen. Aber ich vertraue darauf, dass sie Präsidentin wird. Wenn der FCL aufgehört hat.“ Doch davon sei der Klub im Moment weit entfernt.
“Der Widerstand beginnt”
Der Alleingang von Alpstaeg könnte verheerende Auswirkungen auf die Unterstützung von Sponsoren, Gönnern und Fans haben. Viele drohen in diesem Szenario damit, dem Klub den Rücken zu kehren. Derzeit kursiert ein Brief von Luzerner Fans, der nach mehreren Transparenten in Stadien und der Stadt zum Aufstand aufruft.
Bei der Generalversammlung am 3. November sollen die Fans Präsenz zeigen: „Der Widerstand beginnt, macht euch bereit!“ Und auch: „Jetzt ist es an der Zeit, vereint zu sein. zu mobilisieren Jeder, der FCL im Herzen trägt, muss sich jetzt melden!“, heißt es in der Nachricht.
Eine Aktion, die stark an die Ära des FC Basel unter der Regie von Bernhard Burgener erinnert. Damals wandten sich die Fans monatelang gegen den Präsidenten und forderten seinen sofortigen Rücktritt. Auch vor dem Joggeli marschierten sie in grosser Zahl auf. Letztlich mit Erfolg.
Nun versuchen die Luzerner-Fans dasselbe zu tun. Wahr oder nicht, eines ist sicher: Beim FC Luzern bahnt sich eine grosse Explosion an, die in der Innerschweiz nichts unversucht lassen wird.
FCL-Trainer Frick knallhart: „Er reagiert nicht auf Zwischenfälle“ (02:26)
«Ich muss Herrn Alpstaeg fragen»: Frick weiss nicht, wie es mit dem FC Luzern weitergehen soll (01:14)
Nach dem Alpstaeg-Interview: Gilbert Gress zur Situation beim FC Luzern (02:39)
FCL-Alpstaeg mit Vollmacht: „Mehrheitsaktionär regelt! Mach ich auch“ (01:41)
Credit Suisse Super League
Mannschaft
sp
TD
P.T
1
0
0
0
2
0
0
0
3
0
0
0
4
0
0
0
5
0
0
0
6
0
0
0
7
0
0
0
8
0
0
0
9
0
0
0
10
0
0
0