Schwarze Löcher sind schwer zu entdecken. Doch jetzt haben Wissenschaftler etwas Neues entdeckt. Es ist nah am Boden.
Eva Maria Braungart
Das Max-Planck-Institut hat diese Bilder des Schwarzen Lochs „Gaia BH1“ veröffentlicht. Max-Planck-Institut/T. Müller (MPIA), PanSTARRS DR1 (KC Chambers et al. 2016), ESA/Gaia/DPAC (CC BY-SA 3.0 IGO)
Weniger als 1.600 Lichtjahre von der Erde entfernt haben Forscher der Max-Planck-Gesellschaft ein Schwarzes Loch entdeckt. Wie die Wissenschaftler mitteilten, wurde „Gaia BH1“ mithilfe von Daten des Astrometriesatelliten Gaia der ESA verfolgt.
Das Max-Planck-Institut hat auf YouTube ein Video gepostet, um die Entfernung zu veranschaulichen. Dadurch wird die Milchstraße vergrößert. Unten sehen Sie die Position des stellaren Schwarzen Lochs „Gaia BH1“.
Schwarze Löcher sind Objekte, deren Masse auf ein extrem kleines Volumen konzentriert ist. Deshalb werden sie von allem in ihrer Umgebung extrem angezogen, nicht einmal Licht kann entkommen, daher der Name „Schwarzes Loch“.
In der Milchstraße, wo sich die Erde befindet, gibt es Hunderte Millionen stellarer Schwarzer Löcher, sagen Forscher. Bisher wurde jedoch nur ein kleiner Teil demonstriert. Das macht „Gaia BH1“ besonders.
„Gaia BH1“ hat eine Masse von etwa zehn Sonnen und umkreist einen sonnenähnlichen Stern mit einer Umlaufzeit von 185,6 Tagen. Mit einer Entfernung von 1600 Lichtjahren ist es das der Erde am nächsten gelegene Schwarze Loch. Es ist weniger als die Hälfte der Entfernung des nächsten.